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Ein Artikel der Redaktion NNN

Warnemünde Spannende Arbeit im Ostseebad

Von MAPP | 19.02.2016, 12:00 Uhr

Mayya Gogina und Marko Lipka forschen im IOW

Ihren spannenden Beruf möchten die Wissenschaftler Mayya Gogina und Marko Lipka nicht tauschen. Sie gehören zum Team des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW). Beide bearbeiten unterschiedliche fachliche Schwerpunkte, aber die Begeisterung für die Meeresforschung verbindet sie.

Die 33-jährige Gogina stammt aus Moskau und lebt mit der Familie in Hohe Düne. Der 31-jährige Lipka ist gebürtiger Parchimer und lebt jetzt in Rostock. Kennengelernt haben sie sich als Mitglieder der 16-köpfigen Crew der 50. Forschungsfahrt der „Maria S. Merian“, die Ende Januar zurückgekehrt ist. Während der Expedition des Forschungsverbundes Küstenforschung Nordsee-Ostsee (Küno) haben sie zahlreiche Proben an 31 Stationen in Nord- und Ostsee sowie dem Gebiet Skagerrak/Kattegat entnommen.

So eine Expedition ist das komplette Gegenteil ihres Alltags, der aus viel Theorie und der Auswertung von Daten besteht. „So eine Expedition ist ein Ausnahmezustand. Manchmal sieht man nur Meer und Wolken, hat wenig Schlaf“, sagt Lipka. „Aber es ist eine sehr angenehme Form der Anstrengung und hier ist Teamgeist gefordert“, so der Meeresforscher.

An Land trennen sich die Arbeitsgruppen. „Im Institut verbringe ich meinen Arbeitsalltag größtenteils mit dem Auswerten von Daten“, sagt Gogina. Die Forscherin beschäftigt sich vorwiegend mit der Makrofauna am Meeresboden: mit Muscheln, vielborstigen Würmer, kleinen Krebse und anderen Meeresbodenbewohnern, die größer als einen Millimeter sind. Der fachliche Schwerpunkt von Marko Lipka aus der Sektion Marine Geologie sind die Stoffflüsse am Meeresboden zwischen Sediment und Wasser. Der wird vom Salz- und Sauerstoffgehalt des Meerwassers beeinflusst. Bisher liegen kaum Erkenntnisse aus dem Winter vor. Diese sagen jedoch viel über die Zusammenhänge zwischen saisonalen Veränderungen und Entwicklungen am Meeresboden aus.

Am Ende wollen die Küno-Forscher fachübergreifend gewonnene Daten in einen Sedimentenatlas der Küstengewässer einfließen lassen. Aktuelle Ergebnisse der IOW-Forscher werden bereits ab März in der Institutsvilla in Seestraße gezeigt.