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Rostock Stadt bittet Hundehalter zur Kasse

Von IANE | 20.06.2017, 21:00 Uhr

Steuer wird zum 1. Juli fällig. Verstärkte Kontrollen in den kommenden Wochen #wirkoennenrichtig

Wer in Rostock einen Hund oder gleich mehrere halten möchte, muss dafür Steuern zahlen. Und das nicht zu knapp. Immerhin 108 Euro werden pro Jahr für den ersten Hund fällig. Damit will die Stadt erreichen, dass sich möglichst wenig Leute einen Vierbeiner zulegen. „Tatsächlich soll die Steuer dazu dienen, die Hundehaltung und die daraus resultierenden Belästigungen und Gefahren einzudämmen“, erklärt Rathaus-Sprecher Ulrich Kunze, selbst Hundebesitzer. In ländlichen Bereichen falle die Steuer darum in der Regel niedriger aus.

Zum 1. Juli wird die jährliche Abgabe für alle Herrchen und Frauchen wieder fällig. Die Stadt wird in diesem Zusammenhang auch verstärkt überprüfen, ob alle Vierbeiner beim Gassigehen eine aktuelle Steuermarke tragen. „Hundehalter sollten darauf achten, dass ihr Hund außerhalb des Hauses oder Grundstückes die Hundemarke sichtbar trägt“, sagt auch Chris Müller (SPD), Rostocks Senator für Ordnung und Finanzen.

Während für den ersten Hund 108 Euro zu Buche schlagen, sind es für den zweiten 144 Euro, für den dritten und jeden weiteren 168 Euro. Wer einen so genannten gefährlichen Hund hat, muss tiefer in die Tasche greifen. Hier werden 468 Euro Steuern im Jahr gefordert. Welcher Hund als gefährlich gilt, regelt die Hundehalterverordnung des Landes. Demnach gelten solche Vierbeiner als aggressiv, die durch wiederholtes Angriffsverhalten aufgefallen sind oder einer bestimmten Rasse angehören. So werden American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bull Terrier sowie Bullterrier als gefährlich eingestuft. Eine Minderung des Steuerbetrages gibt es in diesen Fällen, sollte der Hund einen Wesenstest bestanden haben oder kastriert sein. Laut Rathaus-Sprecher Ulrich Kunze leben rund 6500 Hunde in Rostock, darunter 320, die von der Steuer befreit sind. Die Stadt nimmt etwa 60 000 Euro jährlich durch die Hundesteuer ein, die unter allgemeine Einnahmen verbucht werden. Hundetoiletten, die vom Amt für Umweltschutz gepflegt werden, und der Hundekotsauger, den die Stadtreinigung betreibt, werden damit nicht finanziert. „Natürlich muss auch, wer die Hundesteuer pünktlich zahlt, sich um die Hinterlassenschaften seines Hundes kümmern. Denn wir wollen alle in einer sauberen Stadt leben“, betont der Senator. Für das Jahr 2021 ist übrigens eine Anhebung der Hundesteuer geplant.

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