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Rostock Stadt regelt Gestaltung der Altstadt

Von NICP | 15.05.2018, 08:00 Uhr

Der Entwurf für eine Satzung soll Anfang 2019 fertig sein, denn immer mehr Bereiche fallen aus dem Sanierungsrecht.

Ob die Bebauung des Glatten Aals, der Nordkante des Neuen Marktes oder einzelner Neubauten in der Kröpeliner Straße: Die Gestaltung der Stadt, gerade der Innenstadt, ist ein sensibles und viel diskutiertes Thema. Sicherheit soll eine Gestaltungssatzung geben, an der das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft seit 2017 arbeitet.

Im ersten Halbjahr 2019 soll der Entwurf vorliegen. Notwendig sei die Satzung „durch die begonnene Aufhebung von Teilbereichen des Sanierungsgebietes und der damit wegbrechenden Regelungsmöglichkeit bei der Gestaltung baulicher Anlagen“, informiert Stadtsprecher Ulrich Kunze.

Das Sanierungsrecht regelt bislang, was wie baulich in der Altstadtverändert werden darf, doch das greift nicht unbefristet. Nach und nach werden die von Stadt und Bürgerschaft als Sanierungsgebiet ausgewiesenen Flächen aufgehoben. Die Möglichkeiten für Bauherren wachsen. Mehr als ein Drittel der 166 Hektar hat die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung (RGS) schon umgesetzt. Rund 332 Millionen Euro wurden von 1991 bis 2017 investiert. 2017 wurden beispielsweise Bleicher- und Badstüberstraße, Heu- und Dreiwallbastion sowie die Wege und ein Spielplatz an der Warnow-Uferkante saniert beziehungsweise die Maßnahmen vorbereitet und gestartet. Die neue Satzung soll für den historische Altstadtbereich innerhalb des Verlaufes der ehemaligen Stadtmauer gelten sowie für einen Bereich südlich des Rosengartens.

„Ziele sind die Sicherung des seit Beginn der Sanierung Erreichten und die Schaffung von Regelungsmöglichkeiten nach der endgültigen Aufhebung des Sanierungsgebietes“, so Kunze. Bisher gebe es noch keine Regelungslücke. Fragen würden unter Bezug auf das geltende Sanierungsrecht und das geltende Denkmalrecht sowie durch intensive Beratungen im Rahmen der jeweiligen Bauantragsverfahren geklärt.

Bereits 2015 hatte ein Berliner Büro im Auftrag der Stadt eine Ortsbildanalyse angefertigt. Es sollte aufgezeigt werden, was die verschiedenen Bereiche des Viertels ausmacht, und inwieweit die Satzung die Qualität des Stadtteils erhalten könnte und sollte.