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Ein Artikel der Redaktion NNN

Rostock Steffi kümmert sich um Segler

08.08.2018, 21:00 Uhr

Während der Hanse Sail ist die Schiffsbetreuerin Ansprechpartner für den Schoner „Helene“ und die Galeasse „Sarpen“ aus Schweden.

Die 28. Hanse Sail öffnet am Donnerstag ihre Pforten. Jemand, der nun vier Tage lang mehr als alle Hände voll zu tun hat, ist Steffi Dallmann. Sie ist eine von insgesamt 60 Schiffsbetreuern, die während der maritimen Großveranstaltung tätig sind. „In den nächsten Tagen habe ich jetzt täglich einen 24-Stunden-Job“, erzählt Steffi Dallmann. Denn zwei Schiffe aus dem Partnerland Schweden – die „Helene“ und die „Sarpen“ – betreut sie während der Hanse Sail.

„Ich bin jederzeit Ansprechpartner für die Crews und muss immer vor Ort sein“, so die gebürtige Dresdnerin. Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem die Begrüßung mit Übergabe so genannter Begrüßungstaschen. „Dort steht alles Notwendige drin, damit die Crews wissen, wo alles zu finden ist.“ Dazu zählen vermeintlich einfache Dinge wie der Standort einer Dusche. Neben der Weitergabe von wichtigen Informationen stehen aber auch Aufgaben wie das tägliche Bringen einer aktuellen Ausgabe der NNN auf Steffis Plan. „Bei Havariefällen stehen wir aber auch helfend zur Seite und finden gemeinsam eine Lösung.“

Dass ihr Arbeitspensum enorm ist, zeigte sich bereits wenige Tage vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung. Bevor ihre beiden Sail-Gäste am Mittwoch am Rostocker Stadthafen anlegten, wirbelte sie bereits im Gebäude des Hanse Sail-Vereins und besprach sich mit ihren Kollegen. Auch wenn sie viel zu tun hat, brennt Steffi für ihre zweite Tätigkeit, die hauptberuflich eigentlich als Buchhalterin beschäftigt ist. Denn wie ihre Mutter Marianne Dietrich gehört auch sie schon zu den alten Hasen unter den Schiffsbetreuern. „Wir sind jetzt seit über 16 Jahren dabei“, erzählt Dallmann. An ihre Anfänge kann sich die 40-Jährige noch ganz genau erinnern: „Natürlich bin ich durch meine Mutter darauf gekommen“, erzählt sie. Während ihres BWL-Studiums und der Semesterferien habe sie dann regelmäßig ausgeholfen und entdeckte die Leidenschaft für diesen Job, so die Buchhalterin.

Und gelernt habe sie in dieser Zeit so einiges – auch auf sprachlicher Ebene: „Englisch und Schwedisch beherrsche ich mittlerweile sehr gut.“ Denn Sprachkenntnisse müssen ihrer Meinung nach einfach vorhanden sein. Wer sich für die Arbeit des Schiffsbetreuers interessiere, sollte im Englischen fit sein und auch in Betracht ziehen, die eine oder andere skandinavische Sprache zu lernen, empfiehlt Dallmann weiter. „Selbstbewusstsein und Aufgeschlossenheit sind ebenfalls wichtig.“ Aber nicht nur für ihre Schützlinge ist sie ständiger Ansprechpartner, auch Besucher der Hanse Sail suchen häufig sie oder einen ihrer Kollegen auf. „Viele sprechen uns an, weil wir einheitlich gekleidet sind und fragen beispielsweise, wo die Schiffe liegen“, erzählt Steffi. „Damit sich Besucher besser zurechtfinden, werden Liegeplatzflaggen zur besseren Orientierung aufgestellt.“