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Universität Studenten verhindern Verwaltungsgebühren

Von Redaktion svz.de | 04.06.2015, 06:00 Uhr

Mit Unterschriften und Protest bringen Hunderte ihren Unmut gegen eine versteckte Studiengebühr zum Ausdruck.

Im Streit um die Einführung einer Verwaltungsgebühr an der Universität Rostock ist den Studentenvertretern ein erster Sieg gelungen. Auf der gestrigen Sitzung des akademischen Senats stimmte die übergroße Mehrheit der Senatoren für einen Antrag der Studentenschaft, der sich gegen die Einführung einer zusätzlichen Gebühr von zehn Euro pro Semester richtete.

Die studentischen Vertreter wiesen wiederholt darauf hin, dass diese als Verwaltungsgebühr bezeichnete, zusätzliche Belastung nichts anderes als eine Studiengebühr sei. Auch, weil sie auf bis zu 50 Euro pro Semester erhöht werden kann. Im Vorfeld der Abstimmung überreichten Mitglieder der Allgemeinen Studierendenvertretung (Asta) den Senatsmitgliedern eine Liste mit 1527 Unterschriften, die in der Vorwoche gegen die Gebühren gesammelt worden waren. Zeitgleich fand vor dem Universitätshauptgebäude – wie schon bei der Sitzung vor zwei Wochen – eine Kundgebung mit Hunderten Teilnehmern statt, die ihrem Unmut über die Pläne des Rektorats lautstark Luft machten.

Aus der Welt sind die Verwaltungsgebühren damit jedoch noch nicht. Vertreter des Astas erwarten, dass das Rektorat auf der nächsten Sitzung einen veränderten Vorschlag einbringen wird.