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Rostock Sturm scheint überstanden

Von Nicole Pätzold-Glaß | 09.01.2019, 15:21 Uhr

Rostock atmet auf. Für heute scheint keine Sturmflut mehr zu befürchten zu sein, die Pegelstände sinken wieder.

Mit 1,10 Meter über dem mittleren Wasserstand ist um die frühe Mittagszeit herum der Höchststand erreicht gewesen. Eine Sturmflut wie am 2. Januar wird Rostock so vermutlich heute nicht heimsuchen.

Das Bild, dass sich in der Stadt bietet, besorgte viele Rostocker. Wie vor wenigen Tagen war das Wasser im Laufe der Vormittagsstunden fast minütlich gestiegen, von 93 auf 95 Zentimeter über dem mittleren Wasserstand am Mühlendamm, auf 97 Zentimeter in Warnemünde bis hoch auf 1,10 Meter in beiden Fällen. Schon gegen 9.15 Uhr ließ die Stadt den Verbindungsweg sperren. „Das ist immer die erste Stelle“, sagte Stadtsprecher Ulrich Kunze. Die Straße Am Strande bleibt offen, die würde die Stadt erst sperren lassen, wenn der mittlere Wasserstand bis zu 1,3 Meter über Normal steigen würde, so Kunze. Davon ist die Hansestadt aber weit genug entfernt, der Verkehr kann rollen. Verkehrsbehinderungen, die auf das Wetter zurückzuführen waren, gab es heute bislang nicht, Aussagen der Stadtverwaltung zufolge. Es herrschte nur der übliche Morgenverkehr, bei dem es sich im Verbindungsweg, Richtung Petridamm, Richtung Steintor und an der Deutschen Med einige Minuten staut.

Jedoch hat das Wasser am Stadthafen bereits die Treppenstufen geflutet, in Warnemünde den Rettungsturm hinter sich gelassen und ist weit an den Strand vorgedrungen. In den nächsten Stunden, so die Prognose, sollte es zurückgehen.

Der Seewetterdienst Hamburg hatte am frühen Mittwochmorgen eine Starkwind-Warnung für die Ostseeküste herausgegeben. Vorhersagen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zufolge war mit Pegelständen bis zu 1,30 Meter über Normal zu rechnen. Der Deutsche Wetterdienst warnte fast landesweit vor Sturmböen. Lediglich im Südosten sollte es ruhiger zugehen.

Als Sturmflut werden in der Ostsee Pegelstände von einem Meter bis 1,25 Meter bezeichnet. Bis 1,50 Meter handelt es sich um eine mittlere, bis zwei Meter um eine schwere und darüber um eine sehr schwere Sturmflut.