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Nach Großbrand Suche nach Ursache läuft

Von Redaktion svz.de | 31.05.2018, 20:45 Uhr

Müll-Sortieranlage in Neu Hinrichsdorf geht nach Großfeuer wieder in Betrieb. Hitze verantwortlich?

Nach dem Großbrand auf dem Gelände der SRR Recycling GmbH in Neu Hinrichsdorf gehen die Aufräumarbeiten voran. Gestern Vormittag zogen Radlader und Bagger letzte qualmende Müllberge auseinander und löschten die Glutnester separat ab. Die Hinrichsdorfer Straße blieb für den Verkehr weiter voll gesperrt.

Nebenan läuft unterdessen die Suche nach der Ursache auf Hochtouren, wie Andreas Jensvold, Sprecher des Mutterkonzerns Veolia, erklärt. „In der Kreislaufwirtschaft ist es leider nicht selten, dass wir von Bränden berichten müssen“, sagt Jensvold. Dies könne etwa mit den hohen Temperaturen und der intensiven Sonneneinstrahlung am Mittwoch zusammenhängen. Da könne die Temperatur im Plastik auf bis zu 70 Grad steigen. Gleichzeitig könnten Fehlwürfe wie Batterien, Sprühdosen, Gaskartuschen oder auch Glasscherben für den Brand verantwortlich sein. Konkrete Erkenntnisse lagen zunächst aber nicht vor. Auch zur Höhe des Sachschadens durch das Feuer, bei dem rund 1000 Kubikmeter Plastik verbrannten, gebe es noch keine genaue Einschätzung. Aber „wir reden von mehreren 100 000 Euro“, sagt Jensvold. Bei den Löscharbeiten wurden laut Brandschutz-Amtsleiter Johann Edelmann zwei Feuerwehrleute durch heißes und flüssiges Plastik leicht verletzt.

In dem Betrieb werden Jensvold zufolge jährlich rund 50 000 Tonnen Materialien verarbeitet. Eine Anlage zur Sortierung von Leichtverpackungen sollte möglicherweise schon gestern wieder in Betrieb genommen werden. Bei dem Feuer am Mittwoch war eine riesige schwarze Rauchfahne entstanden, die stundenlang über der Stadt hing. Die Behörden gingen jedoch von keiner Gesundheitsgefährdung aus.