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Rostock Tauziehen um die „Undine“

Von TOHI | 28.02.2018, 21:00 Uhr

Rumpf des Ex-Seebäderschiffs könnte auch im IGA-Park eine Heimat finden

Statt auf dem Gelände der ehemaligen Neptun-Werft könnte der „Undine“-Rumpf künftig im IGA-Park aufgestellt werden. Einen entsprechenden Vorschlag hat IGA-Aufsichtsratsvorsitzende Karina Jens (CDU) ins Spiel gebracht und wird dabei vom Kulturausschuss unterstützt. Dieser fordert in einem Antrag für die Sitzung der Bürgerschaft am nächsten Mittwoch, die für dieses und nächstes Jahr von der Stadt eingeplanten 600 000 Euro vorerst einzufrieren. Zunächst solle die Standortfrage endgültig entschieden werden. Darüber hinaus müsse vor einer Auszahlung die angestrebte Übernahme der „Undine“ durch die Hansestadt rechtssicher geklärt sein und die künftige Nutzung fest stehen.

Kulturamtschefin Michaela Selling wäre sowohl mit dem Standort ehemalige Neptun-Werft als auch IGA-Park einverstanden. „Wichtig ist uns, dass der Rumpf als Ganzes erhalten bleibt und auch etwas über die Schiffbaugeschichte aussagt“, erklärt sie. Für ihre Aufstellung in der Innenstadt spreche unter anderem die Verbindung der „Undine“ zur Neptun-Werft, wo sie 1910 vom Stapel lief. Außerdem liege der Standort in der Nähe des Werftdreiecks, wo das Kulturamt Rostocks Industriegeschichte veranschaulichen will. Zum IGA-Park würde die „Undine“ vor allem aufgrund des bereits vorhandenen maritimen Ensembles passen. Dort repräsentieren beispielsweise der Schwimmkran „Langer Heinrich“, das Betonschiff „Capella“ oder der Dampfschlepper „Saturn“ Schiffbaugeschichte.