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Rostock Teddybärkrankenhaus erhält Verstärkung

Von NNN | 29.05.2018, 21:00 Uhr

Beim Familientag am Sonnabend kommt auch ein neuer Computertomograf zum Einsatz

Mit einem brandneuen Teddy-Computertomografen (CT) als Verstärkung will das Team der Unimedizin Kindern seine Arbeit nahebringen. „Wir wollen den Kindern die Angst nehmen und zeigen, wie spannend die Technik ist“, sagt Medizintechniker Lars Kolbe vom Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie. Er hat den CT entworfen, der bereits beim Familientag im Teddybärkrankenhaus in der Schillingallee 35 am Sonnabend zum Einsatz kommen soll. Von 9 bis 13 Uhr können Eltern mit ihrem Nachwuchs ohne Anmeldung vorbeikommen und deren kuschelige Patienten von den Teddy-Docs behandeln lassen.

Schon vor einigen Jahren hatten Medizinstudenten einen Nachbau aus Pappe mit einem Loch konstruiert, dann konnte die Unimedizin zwischenzeitlich einen geliehenen Mini-CT zeigen, was aber als Leihgabe nun nicht mehr zur Verfügung steht. Deswegen hatte Kolbe die Idee für ein neues Gerät. In seiner Freizeit machte er sich Gedanken darüber, wie er die radiologische Diagnostik bei der jährlichen Veranstaltung näher in den Fokus rücken könnte.

Schnell war klar, ein neuer CT muss her. Und zwar ein besserer, der aussieht wie ein echtes Gerät und bei dem das geliebte Kuscheltier auch tatsächlich in eine Röhre geschoben werden kann. Am Zeichenbrett hat Kolbe nach der Arbeit einen ersten Entwurf entwickelt und diesen dann bei der hauseigenen Tischlerei anfertigen lassen. Gemeinsam mit Tischler Rainer Jürß überarbeitete er den Entwurf so weit, dass er in die Tat umgesetzt werden konnte. „Die Vorlage für die Vorderseite mit den ganzen technischen Anzeigen habe ich auf eine Hartschaumplatte drucken lassen“, so Kolbe. Anschließend fräste Tischler Jürß den abgerundeten Korpus aus Sperrholz. Für den Ausschnitt der Röhre besorgte sich der Medizintechniker ein Abfallstück Rohr von der Baustelle des Zentralneubaus direkt nebenan. Die Bauleitung sei damit direkt einverstanden gewesen. Als Tischvorschub, auf dem der flauschige Patient Platz nimmt, dient eine Schubladenkonstruktion.

Von der Idee bis zum fertigen CT sind etwa zwei Monate vergangen. Das ganze Gerät wiegt etwa 80 Kilogramm, steht auf Rollen und lässt sich leicht in zwei Teile zerlegen. So kann es unkompliziert transportiert werden.