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Handball „Meine Arbeit hat intensiv begonnen“

Von Klaus-Peter Kudruhs | 22.05.2019, 20:32 Uhr

Thomas Wienke, neuer Coach der MV-Liga-Handballer des SV Warnemünde, im Interview: Florian Polkehn ist jetzt Co-Trainer.

Nach dem Abgang von Trainer Matthias Schmidt übernimmt jetzt mit Thomas Wienke ein langjähriger und erfolgreicher Nachwuchscoach aus dem eigenen Verein die Geschicke bei den MV-Liga-Handballern des SV Warnemünde. NNN-Mitarbeiter Klaus-Peter Kudruhs sprach mit dem 41-Jährigen.

Wie ist es zu dieser Entscheidung gekommen?

Nachdem „Schmidti“ dem Verein seine Entscheidung mitgeteilt hatte, ist man an mich herangetreten und hat gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte. Ich habe mich darüber gefreut, mir aber Bedenkzeit erbeten und wollte dies natürlich zuerst mit meiner Familie besprechen. Als ich hier die volle Unterstützung zugesagt bekam, stand für mich der Entschluss relativ schnell fest.

Wurde auch der Mannschaftsrat einbezogen?

Soweit ich weiß, wurde auch mit dem Mannschaftsrat gesprochen. Inwieweit diese Gespräche in die Entscheidung des Vorstandes mit eingeflossen sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Viele Spieler kenne ich ja schon aus der Jugend. Ihre Reaktionen sind bisher nur positiv. Ich denke, das macht es dann auch etwas einfacher. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es auch Zweifler gibt, aber die gilt es mit guter Arbeit eines Besseren zu belehren und zu überzeugen.

Die Arbeit des neuen „Steuermanns“ läuft ja schon…

Ja. Die Arbeit hat mit den Spielergesprächen bereits intensiv begonnen. Geplant ist noch im Juni der Start des ersten Teils der Vorbereitung. Hier werden wir bis zu den Ferien an der Grundlage Ausdauer und Kraft arbeiten. Im zweiten Teil geht es ab Ende Juli oder Anfang August mit dem Feinschliff weiter.

Was macht Klaus-Dieter Wiegratz, gibt es auch einen neuen Co-Trainer?

Als neuer Co-Trainer wird ab sofort Florian Polkehn fungieren, der sich als Spieler zurücknehmen und auf die Trainertätigkeit konzentrieren möchte. Wir hatten gute Gespräche, und ich denke, dass unsere Ansichten absolut kompatibel sind. Auch Klaus Wiegratz bleibt weiterhin auf der Bank mit an Bord. Wir können von seiner Erfahrung nur profitieren, denn ich sehe uns Trainer genauso als Team an wie die Mannschaft.

Was wollen Sie anders machen, wird die Mannschaft ähnlich aufgestellt sein wie als Dritter der MV-Liga?

Wir wollen wieder variabler in der Abwehr werden und natürlich auch ganz klar auf das Tempospiel setzen. Dazu möchten wir die Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft intensivieren, um auch neue Anschlusskader zu entwickeln und auf eventuelle Ausfälle reagieren zu können. Die Mannschaft bleibt im Großen und Ganzen zusammen. Mit Alexander Holst kommt ein ehemaliger Spieler zurück „nach Hause“, weitere Kandidaten sind noch im Gespräch.

Was ist in der Saisonvorbereitung schon geplant?

Vom 2. bis 4. August ist ein Trainingslager in heimischen Gefilden vorgesehen. Hier kommt es auch zu einem Testspiel gegen die vom ehemaligen Warnemünder Jung Jan Redmann trainierte Mannschaft der HSG Rodgau Nieder-Roden, zuletzt Vierter in der 3. Liga Ost. Des weiteren planen wir die Teilnahme an einem weiteren Turnier neben unserem eigenen Warnemünde-Cup.

Es gibt beim SVW eine größere Lücke zwischen Nachwuchs und Männern – wie will man sie schließen?

Das ist natürlich eine große Baustelle. Es gibt momentan lediglich eine B-Jugend, und danach kommt nicht viel nach, auch aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge. Vielleicht ist hier in Kooperation mit dem HC Empor mehr möglich. Wir haben viele jüngere Spieler im Kader, mit denen man die Zeit gut überbrücken kann. Speziell in der „Zweiten“ gibt es auch einen regen Zulauf an Studenten. Daher ist es um so wichtiger, die Verbindung zwischen beiden Männer-Mannschaften wieder enger zu gestalten.