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Rostock Tourismus-Zentrale von MV feiert Richtfest

Von tohi | 25.06.2015, 08:00 Uhr

Ende des Jahres sollen insgesamt neun Verbände und Organisationen das Haus auf dem Areal der Ex-Neptun-Werft beziehen

Mit dem Internationalen Haus des Tourismus will Rostock seine Führungsposition innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns ausbauen und seinen Einfluss auf die gesamte Ostseeregion stärken. Gestern feierten der Landestourismusverband als Bauherr und die acht weiteren Nutzer Richtfest in der Konrad-Zuse-Straße. Ende des Jahres sollen sie das fünfgeschossige Gebäude auf dem Areal der ehemaligen Neptun-Werft beziehen können.

„Wir freuen uns wirklich sehr darauf, denn damit verbunden ist eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen“, sagt Bernd Fischer, Geschäftsführer des Landestourismusverbands. Bislang sitzen er und seine Mitarbeiter am Platz der Freundschaft, wo die begrenzten Platzverhältnisse nicht einmal einen Konferenzraum zulassen. Der fast 6,1 Millionen Euro teure Neubau bietet aber noch weitaus mehr Innovationen zugunsten der 86 Beschäftigten vor Ort. Die neuen Beratungsräume und der Konferenzraum mit 40 Plätzen spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle.

„Es ist ein ganz besonderes Haus“, sagt Architekt Martin Zavracky. Geheizt und gekühlt wird das Gebäude mithilfe von Erdwärme, für die Beleuchtung sorgen energiesparende LED-Lampen und für Fahrräder und Autos wird eine Elektro-Tankstelle integriert. Das Bauvorhaben liege voll im Zeit- und Finanzplan. Dabei hatten die Architekten zahlreiche Probleme zu bewältigen, wie Zavracky sagt: „Das Baugrundstück war zu klein, der B-Plan zu eng gestrickt, der Boden verseucht und das Budget im Verhältnis zur Aufgabe gering.“ Außerdem befindet sich ein alter Bunker im Erdreich, der von geschützten Fledermäusen bewohnt wird.

Doch alle Hindernisse sind überwunden. „Das Internationale Haus des Tourismus bringt viele wichtige Akteure zusammen und verleiht der Branche eine größere Schlagkraft“, sagt Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landestourismusverbands und des Landtags. Vor allem das neue Büro für Ostseetourismus sei wichtig, um die Position Mecklenburg-Vorpommerns als Urlaubsland Nummer eins zu festigen, auch international. Es soll unter anderem die jährlich stattfindenden Ostsee-Tourismusforen organisieren und das gemeinsame Marketing von Deutschland, Schweden, Dänemark, Finnland, Estland, Lettland, Litauen und Polen koordinieren.

„Wir müssen geballter gegenüber unseren Wettbewerbern auftreten“, sagt Staatssekretär Stefan Rudolph. Die neue Schaltzentrale schaffe dafür ideale Voraussetzungen. Ideal wäre der Standort aus Sicht von OB Roland Methling (parteilos) auch für den Rumpf des Bäderschiffs „Undine“.