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Rostock Touristiker wollen mehr Besucher anlocken

Von Katrin Zimmer | 30.05.2018, 12:00 Uhr

Eröffnung des Polariums im September dient als saisonverlängernde Maßnahme.

Über neue Ideen und bewährte Konzepte, die Touristen nach Rostock und MV locken können, sind fast 100 Vertreter der Branche am Dienstag im Darwineum im Zoo ins Gespräch gekommen. Mit der 2011 eröffneten Attraktion habe der Zoo die Anzahl der Besucher, die von außerhalb des Landes anreisen, von 2012 bis heute um gut acht Punkte auf 36,5 Prozent steigern können, berichtet Tourismusdirektor Matthias Fromm. Ein weiterer Anstieg sei mit der Eröffnung des Polariums im September zu erwarten.

„Ziel ist es nach wie vor, saisonverlängernde Maßnahmen zu ergreifen, die auch außerhalb der Strandsaison Besucher in die Region ziehen“, so Fromm beim 13. Tourismusfrühstück. Das 11,5 Millionen teure Polarium zähle definitiv dazu. Schon jetzt verzeichne der Rostocker Zoo bei einer Gesamtbesucherzahl von etwa 500 000 im Jahr ein Fünftel Auswärtige. Seit 2015 trägt er den Titel „Bester Zoo Europas“ in der Kategorie bis eine halbe Million Besucher. Mit dem Polarium soll der Titel weiter in den Händen der Hansestadt bleiben.

Auf der gigantischen Baustelle im Barnstorfer Wald arbeiten derzeit 25 Firmen, um den Eisbären und Pinguinen bis zum September ein neues Zuhause zu schaffen. Entstehen soll auf insgesamt 12 500 Quadratmetern neben den größeren und den Bedürfnissen der Tiere angepassten Gehegen auch ein interaktives Besucherzentrum, ähnlich dem im Darwineum, berichtet Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann. „Es wird eine Verknüpfung zwischen Museum und tierischem Erlebnis“, sagt sie. Im nördlichen Teil sollen zunächst 20 Pinguine einziehen, nach Bruterfolg rechnet der Zoo mit einer Gesamtbewohnerzahl von 36 Tieren. Auf der Südseite erhalten die Eisbären mit einer nachempfundenen Tundralandschaft einen natürlichen Lebensraum. Nach dem Umzug von Publikumsliebling Fiete nach Ungarn sowie dem Tod seiner Mutter und Großmutter soll der Rostocker Zoo ein neues Eisbärenpärchen bekommen. Die natürlichen Einzelgänger sollen gemäß des Europäischen Zuchtbuchs für Nachkommen sorgen, so Zimmermann.

Das künftige Besucherzentrum wird in zwei Bereiche unterteilt: Eiswelten und Meereswelten. In der Eiswelt stehen die polaren Bären im Mittelpunkt – durch Wissensvermittlung an Infotafeln und durch Unterwasser-Sichtfenster in die Gehege. In der Meereswelt sollen zudem zahlreiche Quallenarten, Fische und Korallen gezeigt werden. Darüber hinaus werden Polarlichter künstlich erzeugt.