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FC Hansa Rostock Die Saison war insgesamt keine große Enttäuschung

Von Arne Taron | 18.06.2019, 17:04 Uhr

A-Junioren-Trainer Vladimir Liutyi lobt im Saisonrückblick: „Paul Wiese bekam nicht umsonst ein Angebot von den Profis.“

Im ersten Saisonteil 2018/19 der Fußball-Regionalliga Nordost zierten die A-Junioren des FC Hansa einige Spieltage lang sogar die Tabellenspitze. Im weiteren Verlauf ließen die Rostocker dann aber vor allem gegen die „Kleinen“ etliche Punkte liegen und mussten sich am Ende mit Platz drei begnügen. NNN-Mitarbeiter Arne Taron sprach mit Trainer Vladimir Liutyi.

Sind Sie mit dem Abschneiden und der Entwicklung der Mannschaft zufrieden?

Die Saison war insgesamt keine große Enttäuschung. Wir waren lange ganz vorne dabei. In der zweiten Hälfte ging uns leider die Puste aus. Knackpunkt war aus meiner Sicht das 0:2 bei Oberlausitz Neugersdorf. Wir hatten auch dort so viele Chancen und bekamen nach zwei Standardsituationen die Gegentore. Danach war bei uns der Wurm drin. Uns fehlten dann einfach Konstanz und absolute Konzentration.

Vor allem gegen schwächer eingeschätzte Gegner gingen einige Spiele verloren. Wie bewerten Sie das?

Sicherlich hatten wir auch den einen oder anderen Verletzten. So fehlte mit Jacob Krüger einer unserer besten Stürmer praktisch die komplette 2. Halbserie. Diesen und weitere Ausfälle konnten wir nicht kompensieren. Da fehlte es dem Kader in der Breite. Einige unserer Spieler sind in gewissen Situationen noch nicht so stabil, wie wir dachten. Zudem war die Chancenverwertung eines unserer größten Probleme. Möglichkeiten waren meist jede Menge da, der Ertrag aber oft viel zu dürftig.

Möchten Sie jemanden besonders herausheben?

Hier ist sicherlich Paul Wiese zu nennen. Nicht umsonst bekam er zuletzt ein Angebot von den Profis. Auch der 2000er-Jahrgang, aus dem viele ja auch bei der zweiten Mannschaft zum Einsatz kamen, ist zu nennen. Viele von denen, die nun zur U 21 hochrücken, brauchen ein oder zwei Jahre bei den Männern, dann würde ich einigen auch im Profi-Fußball durchaus etwas zutrauen.

Wie groß ist der Umbruch zur neuen Saison?

Ich denke, das bewegt sich im normalen Bereich. Neun Spieler rücken zur U 21 auf, sechs kommen von der U 17 hoch. Wir wollen einen Kader von 19 Feldspielern und zwei Torhütern haben. Mit Mahir Huber (JFV Nordwest/ Regionalliga Nord), Nikita Skliar (DFI Bad Aibling) und Nils Ehritt (Tennis Borussia/ Regionalliga Nordost) haben wir drei Spieler holen können. Einziger echter Abgang ist Eric Martin, der eine Ausbildung in Leipzig anfängt.

Wie sieht der Vorbereitungsplan aus?

Am 15. Juli geht es für uns wieder los. Es sind Testspiele u. a. gegen den VfB Lübeck sowie die U19-Teams von RB Leipzig und Hertha BSC Berlin geplant, zudem auch ein Trainingslager.

Welche Ziele geben Sie für die neue Saison aus?

Oberstes Ziel ist es, weiterhin Spieler für den Profi-Bereich zu entwickeln. Hier werden wir auch wieder die Schnittmengen zu den Profis und der U 21 suchen. Im sportlichen Bereich möchten wir natürlich wieder oben mitmischen.

Es war für Sie ein aufregendes erstes Jahr beim FC Hansa Rostock. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Es war wirklich sehr aufregend und interessant. Es war ja zugleich auch mein erstes Jahr im Nachwuchsbereich. Ich konnte viele wertvolle Erfahrungen sammeln. Die eine oder andere Sache werde ich, aus diesen Erfahrungen heraus, in der nächsten Saison auch anders machen.

Die besten Torschützen der Hansa-A-Junioren 2018/19

Michel Ulrich 14, Jacob Krüger 12, Ian Kroh 7, Jan-Eric Frank 6, Oliver Daedlow 3, Lucas Steinicke 3, Cosmo Syrbe 3

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