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Rostock „Trelleborg“ parkt im Stadthafen…

Von STEF | 12.09.2014, 07:43 Uhr

Die Reederei Stena Line will ihre Fähre „Trelleborg“ in den Rostocker Stadthafen bringen, bis sie neue Aufträge für sie hat.

Schluss mit der Leere an der Kaikante: Die Reederei Stena Line will ihre Fähre „Trelleborg“ in den Rostocker Stadthafen bringen, bis sie neue Aufträge für sie hat. Und zugleich erwartet die Hansestadt einen mehrmonatigen Besuch des schwimmenden Bibelmuseums „Arche Noah“ (siehe rechts). Hafenkapitän Gisbert Ruhnke freut sich: „Dieses Jahr wird der Stadthafen wieder voller Schiffe sein.“

Die 170 Meter lange „Trelleborg“ wird am Sonntag, 5. Oktober, in der Hansestadt erwartet, wie Ruhnke gestern bestätigte. „Wir legen sie an die Haedgehalbinsel – auf Höhe der Kräne.“ Die Verträge dafür seien unter Dach und Fach. Erst am Dienstag hatte Stena Line angekündigt, die für 900 Personen und 220 Autos ausgelegte Fähre von der Route Sassnitz–Trelleborg abzuziehen. Nur noch bis Ende des Monats ist sie zwischen Deutschland und Schweden unterwegs, danach soll ihr Schwesterschiff „Sassnitz“ dort nur noch einmal pro Tag pendeln. Stena nannte steigende Kosten durch eine neue Schwefelemissionsrichtlinie als Grund für die Streichung.

Die Reederei will sich nach Worten von Manager Niclas Mårtensson bei Frachtverkehren nun auf die Schwedenroute ab Rostock konzentrieren. Von hier aus sind die „Skane“ und die „Mecklenburg-Vorpommern“ im Einsatz. Ein Verkauf der „Trelleborg“ ist offenbar nicht geplant. „Sie bleibt im Besitz von Stena Line“, sagt Unternehmenssprecher Jesper Waltersson. Die Reederei wolle über neue Einsatzmöglichkeiten in ihrem Routennetz entscheiden und das Schiff so lange in Rostock lassen.