Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

HC Empor Rostock Die Tür zur 2. Bundesliga steht sperrangelweit offen

Von Bernd-Dieter Herold | 17.05.2019, 18:09 Uhr

Die Handballer des HC Empor wollen am Sonntag gegen die HSG Krefeld den Aufstieg in die 2. Bundesliga klarmachen.

Die Tür zur 2. Handball-Bundesliga steht für den HC Empor Rostock nach dem 24:23-Auswärts-Erfolg im ersten Aufstiegs-Relegationsspiel gegen die HSG Krefeld und der Lizenzerteilung sperrangelweit offen. Die Schwelle übertreten können die Schützlinge von Trainer Till Wiechers in der Rückpartie am Sonntag ab 16.30 Uhr in der ausverkauften Stadthalle durch einen Sieg, ein Unentschieden oder eine Niederlage mit einem Tor Unterschied, wenn den Gästen nicht mehr als 24 Treffer gelingen. Steht es nach dem Abpfiff der Berliner Unparteiischen Blümel/Loppaschewski pari-pari (falls also Krefeld 24:23 gewinnt), erfolgt ein Siebenmeterwerfen.

Der Unterlegene aus der Relegation West/Nord bekommt noch die zweite Aufstiegs-Chance im Duell mit dem Verlierer aus dem Duell Ost (ThSV Eisenach) gegen Süd (HSG Konstanz). Die Thüringer gewannen das Hinspiel zu Hause mit 30:25.

„Natürlich wollen wir unsere tolle Saison mit dem Aufstieg krönen. Dafür werden wir noch einmal alles geben. Das wäre das Sahnehäubchen zum Abschied meiner leistungssportlichen Laufbahn. Ich bin unheimlich stolz, diesem tief verwurzelten Team als Kapitän vorgestanden zu haben“, sagt der 29 Jahre alte Michael Höwt. Vor zwölf Jahren war er als 17-Jähriger gemeinsam mit den Ex-Empor-Akteuren René Gruszka und Florian Zemlin förmlich ins Zweitliga-Geschäft „geworfen“ worden. In das gleiche Horn bläst der künftig für einen Zweitligisten aus Nordrhein-Westfalen auflaufende André Meuser: „Mein Ziel ist, dass wir uns in der nächsten Saison in Liga zwei in Rostock wiedersehen. Dafür gebe ich 60 Minuten Vollgas.“

Beide Trainer, Wiechers und der Däne Ronny Rogowska von der HSG, sind sich einig, „dass es Spitz auf Knopf steht, noch in keiner Weise etwas entschieden ist“.

Hier wie da wurde das erste Aufeinandertreffen analysiert. Rogowska kündigt an: „Wir werden ein paar Kleinigkeiten ändern. Der Schlüssel zum Erfolg wird im Tempo liegen. Es muss durch den Rückraum mehr Druck ausgeübt werden.“ Die „Eagles“ betrachten die 25 als magische Zahl bei einem Sieg mit einem Tor Unterschied (da sie ab dann die den Ausschlag gebenden mehr Auswärtstreffer hätten). „Ich hätte aber auch nichts gegen einen Erfolg mit mehr Toren“, so Rogowska, der mit seinem Team bereits am Sonnabend in Lübeck anreist, trainiert, übernachtet und am Spieltag in einem Rostocker Hotel eine letzte Videoeinheit abhalten wird.

Fakt ist, dass auch die blau-gelben Hansestädter die ersten 60 Relegations-Minuten ausgewertet und sich wieder einen Matchplan erarbeitet haben. Der ist noch „geheime Kommandosache“, denn wer gibt seine Herangehensweise bereits im Vorfeld preis?!

Unter dem Strich wird analog zur Partie in Krefeld als erste Voraussetzung wieder die Abwehr mit den Torhütern Robert Wetzel und Leon Mehler an der Spitze stehen müssen. Zudem muss die Wurfeffektivität zwingend erhöht werden.

Der 35-jährige Wiechers meint: „Wir werden unsere Fans als achten Mann auf dem Parkett brauchen.“ Getreu der Marke „Empor. Echt Rostock“: Denn man tau, Schiff ahoi, vull Kraft vörut!!!