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Qualifikation U 23 rudert um die WM-Tickets

Von Redaktion svz.de | 20.06.2018, 20:45 Uhr

Deutsche Jahrgangs-Meisterschaften auf dem Fühlinger See in Köln: Wer den Titel holt, ist automatisch für Poznan qualifiziert

Ein Quintett aus MV nimmt ab morgen in Linz am zweiten Weltcup 2018 im Rudern teil. Für die U 23 geht es parallel bei den Deutschen Jahrgangs-Meisterschaften auf dem Fühlinger See in Köln um die Tickets für die WM vom 26. bis 29. Juli in Poznan. Das „Reglement“ ist simpel: Wer siegt, der fliegt – nach Polen. „Wer den Titel holt, ist automatisch qualifiziert“, konkretisiert Olympiastützpunkt-MV-Trainer René Burmeister.

Benjamin Leibelt (Stralsunder RC) ist mit dem Achter favorisiert. Ebenso sollten bei den U23-WM Carolin Dold (Greifswalder RC Hilda 1829) und Christin Stöhner (SV Energie Berlin/studiert in Rostock Medizin) im größten Boot sitzen. Eine gute Chance hat auch Max John vom Olympischen RC. Seinem Vierer mit Steuermann könnte sogar Platz zwei reichen, sofern das Boot mit Leibelt an Bord siegt. Wobei dann Bundestrainerin Brigitte Bielich das letzte Wort hätte. Bei Simon Klüter (Mannheimer RV Amicitia von 1876/studiert ebenfalls in Rostock Medizin) wird alles auf eine Karte gesetzt: entweder Gold mit dem Ulmer Mahni Fatahi im Leichtgewichts-Doppelzweier oder seine weitere Saison wäre im Eimer. Bliebe Paula Stolzmann vom ORC (Zweier ohne/Vierer ohne). „Sie soll versuchen, eine Medaille zu holen. Das wäre in unseren Augen für sie ein großer Erfolg. Damit hätte sie auch den Anspruch auf die Teilnahme an den U23-EM (1./2. September im weißrussischen Brest – d. Red.)“, so Burmeister.

In der U 19 hat ein vom Rostocker Ulf Kraemer trainiertes Quartett die Teilnahme an den JWM vom 10. bis 12. August in Racice praktisch sicher. Tori Schwerin (ORC) und Maike Böttcher (Greifswald) sowie die Stralsunderinnen Noreen Junges und Lena Kolwey starten in Köln in unterschiedlichen Vierer-mit-Besetzungen. Gemeinsam sitzen sie im Achter. „Das sind fleißige Mädchen“, lobt Kraemer und fügt hinzu: „Auch Steuermann Till Martini (ORC, fährt Vierer mit und Achter – d. Red.) kommt für die JWM in Frage, allerdings ist er natürlich von den Leuten vor ihm abhängig.“

Peter Richter