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Neue Wohnungen in Warnemünde Umbau der Meyers Mühle: Es geht los

Von MAPP | 25.01.2018, 12:00 Uhr

Mühlenkarree: Bauträger will zwölf Eigentumswohnungen im neuen Gebäude und drei in der Mühle errichten. #wirkoennenrichtig

Ein Bauzaun trennt jetzt den Weg von der Mühlen- zur Laakstraße. Viele Warnemünder bleiben verdutzt davor stehen. Manche wollen durch die Hecke abkürzen, aber das klappt nicht. Diese Schließung ist ein historischer Moment in Warnemünde und ein Zeichen dafür, dass die Bauarbeiten für das Mühlenkarree in Kürze starten. So soll der Neubau mit zwölf Eigentumswohnungen und drei in der Mühle künftig heißen. Das Immobilienzentrum der Ostseesparkasse übernimmt die Vermarktung für den Bauträger, der einen Sitz in Warnemünde hat.

Die historische Mühle soll sich wie folgt gliedern: Es entsteht eine Ein-Raum-Wohnung mit Terrasse, eine zweite als Maisonette-Wohnung und eine dritte erstreckt sich über fünf Ebenen bis ins dritte Turmgeschoss. Der Neubau entsteht auf dem Areal, auf dem jetzt ein einzelnes Gebäude steht. Laut Objektbeschreibung sollen die Wohnungen über Flächen zwischen 49 und 327 Quadratmeter verfügen und mit Fußbodenheizung ausgestattet werden. Sie erhalten zudem einen Balkon oder eine Terrasse. Zu den Wohnungen im Neubau gehört ein eigener Tiefgaragenstellplatz. Für die Eigentümer der Wohnungen in der Mühle sind Stellplätze vorgesehen. In der Objektbeschreibung wird betont, dass hier keine gewerbliche Ferienvermietung zulässig ist.

Dort findet sich auch eine Beispielrechnung: Für eine Zwei-Zimmer-Wohnung im ersten Obergeschoss mit Südausrichtung im Neubau sind bei knapp 76 Quadratmetern über 674 000 Euro fällig – plus knapp fünf Prozent Provision.

Etwas Sorgen machen sich die Nachbarn: „Wir hoffen, dass es ein Beweissicherungsgutachten gibt, so dass für eventuelle Schäden durch Rammarbeiten gehaftet wird“, sagt ein Anwohner. Wann die Arbeiten starten ist jedoch noch nicht bekannt.

Die Plastik „Der Junge auf dem Mühlenstein“ von Reinhard Buch soll in die Mühlenstraße umgesetzt werden. Das hatte Senator Holger Matthäus (Grüne) bereits vor längerer Zeit angekündigt. Bei der Entscheidung zur Standortfrage wollte der Künstler mit einbezogen werden.