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Ein Artikel der Redaktion NNN

Rostock Unfreiwillige Auszeit für die neue Klärschlammanlage

Von Katrin Zimmer | 22.01.2019, 18:47 Uhr

Hauptausschuss schiebt Plänen der Klärschlamm Kooperation MV in Rostock erstmal einen Riegel vor.

Mit knapper Mehrheit hat der Hauptausschuss der Bürgerschaft in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen, den Antrag zum Bau des neuen Werks zu vertagen. Damit wird auch die Bürgerschaft noch nicht auf der Sitzung am 30. Januar über den Standort der Anlage entscheiden.

Zu viele Fragen seien noch unbeantwortet, sagt CDU-Fraktionschef Daniel Peters. Er gewinnt gegen Sybille Bachmann, Vorsitzende der Fraktion Rostocker Bund. Sie hatte vorgeschlagen, den Bau im Ausschuss zu beschließen, um in der Bürgerschaft diskutieren zu können.

Für 50 Millionen Euro will die Klärschlamm Kooperation MV (KKMV) neben dem bestehenden Klärwerk in der Carl-Hopp-Straße eine Verwertungsanlage bauen. 100.000 Tonnen aus ganz MV sollen dort pro Jahr verarbeitet werden. Bisher wird der Rostocker Klärschlamm nach Hamburg, Berlin und bis ins Ruhrgebiet gefahren. Die Stadt würde auf lange Sicht Kosten sparen.