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Rostock Video: Erneuter Großbrand auf Recyclinghof

Von Katrin Zimmer, Stefan Tretropp | 04.07.2018, 13:22 Uhr

Metallschrott bei ALBA im Fischereihafen brennt

Bloße Sommerhitze oder gezielte Brandserie? Schon wieder ist ein Großfeuer auf dem Gelände einer Recyclingfirma ausgebrochen. Ein 15 Meter hoher Schrotthaufen hat am Mittwoch bei der Firma Alba im Rostocker Fischereihafen schwere schwarze Rauchsäulen in den Himmel geschickt und ein Großaufgebot der Feuerwehr nach Marienehe gerufen. Der Gestank nach verbranntem Gummi und Plastik verbreitete sich über die ganze Stadt bis in die umliegenden Gemeinden. Das Feuer loderte bis in die Abendstunden, Personen wurden nicht verletzt.

Als das Feuer gegen 13 Uhr ausgebrochen war, hatten zunächst Mitarbeiter versucht, den Brand zu löschen, wurden jedoch nicht Herr der Lage, berichtet Johann Edelmann, Leiter des Rettungs- und Brandschutzamts. Zur Spitzenzeit um 15 Uhr sei die Feuerwehr mit 64 Einsatzkräften in 24 Fahrzeugen vor Ort gewesen, so Edelmann. Nach etwa vier Stunden sei das Feuer in der Schredder-Anlage unter Kontrolle gewesen. „Die akute Gefahr, dass es auf die benachbarte Sortieranlage übergreift, konnte gebannt werden“, sagt er am Abend. Jetzt müssten die Kameraden die Müllhaufen langsam abtragen, um den Brandherd zu finden. In der Schredder-Anlage würden laut Edelmann unter anderem KfZ-Teile verarbeitet, die nicht zu einhundert Prozent aus Metall bestehen, sondern auch Kunststoff enthalten. „Wenn bei der Verschrottung Metall auf Metall reibt, können Funken auf die Kunststoffe überspringen und diese entzünden“, erklärt er. Das seien aber Mutmaßungen.

Wegen des stundenlang über der Stadt hängenden, stechenden Gestanks hatten Polizei und Einsatzkräfte angeordnet Fenster und Türen geschlossen zu halten, eine akute Gesundheitsgefahr bestand jedoch nicht. „Messungen vor Ort ergaben Werte oberhalb der Geruchs-, nicht aber über der gesundheitsschädigenden Grenze“, betont Edelmann.

Erst vor fünf Wochen hatte ein Großbrand  auf dem Gelände der  Abfallsortieranlage der SRR Recycling GmbH in Hinrichsdorf für einen  noch größeren Mammuteinsatz der Feuerwehr gesorgt. Zu den bei 30 Grad stundenlang andauernden Löscharbeiten hatten die Rostocker Wehren Unterstützung der Nachbargemeinden benötigt, insgesamt mit 120 Beamten gearbeitet. Eine Lagerhalle brannte ab

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