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Rostocker Kunsthalle Vier Millionen für Schaudepot

Von Redaktion svz.de | 27.01.2016, 22:00 Uhr

Finanzierung ist gesichert / Baustart noch in diesem Jahr / Fertigstellung zum 800. Geburtstag Rostocks geplant

Die Erweiterung der Kunsthalle Rostock um ein Schaudepot ist gesichert. Das Bundesbauministerium hat der Stadt jetzt vier Millionen Euro für den Neubau zugesichert.

Das Gebäude mit einer Grundfläche von knapp 1700 Quadratmetern soll unmittelbar neben der Kunsthalle errichtet werden. Baustart könnte noch im Herbst dieses Jahres sein, die Fertigstellung ist zum 800. Geburtstag Rostocks 2018 geplant. Die Zuwendung kommt aus dem Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus und macht etwa 88 Prozent der erwartenden Kosten aus.

Der Entwurf für den Neubau nutzt laut Stadtverwaltung die Erfahrungen anderer namhafter Museen, die es Besuchern ermöglichen, Kunstwerke auch ohne Ausstellungsbetrieb zu erleben.

In dem Schaudepot sollen die Kunstschätze der Stadt für die Öffentlichkeit zugänglich gelagert werden und nicht wie bisher in verschlossenen Räumen. Fassaden und Außenhülle sollen die städtebauliche Wirkung des Kunsthallen-Ensembles aufwerten. Die umlaufende weiße Glashülle soll bei Nacht mittels LED in ein dezentes, sich änderndes Farb-Kunstwerk eingebunden werden, sodass das Depot selbst zum Ausstellungsstück, zu einem „Leuchtturm“ wird.

Die Urkunde zum Zuwendungsbescheid haben gestern Senator Chris Müller, Sigrid Hecht als Leiterin des Eigenbetriebes Kommunale Objektbewirtschaftung und –entwicklung sowie Michaela Selling, Leiterin des Amtes für Kultur, Denkmalpflege und Museen, in Berlin aus den Händen von Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks in Empfang genommen.

„Ich danke allen Beteiligten in der Stadtverwaltung, beim Trägerverein und auch im politischen Raum in Schwerin und Berlin, die tatkräftig mitgewirkt haben, dieses so wichtige Projekt auf den Weg zu bringen“, so Senator Müller.