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ROSTOCK Volkstheater: Neubau bis 2018 wackelt

Von Stefan Homann | 05.09.2012, 08:54 Uhr

Der Neubau des Rostocker Volkstheaters bis zum 800.

Stadtgeburtstag 2018 steht auf der Kippe. Wie gestern bei der Bürgerschaftssitzung bekannt wurde rechnet das Stadtplanungsamt damit, erst 2016 überhaupt mit den konkreten Vorarbeiten beginnen zu können - viel zu spät für den bisher vorgesehenen Eröffnungstermin.

"Dann brauchen wir über 2018 nicht mehr nachzudenken", sagt Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens (CDU). Die Bürgerschaft setzte gestern eine Arbeitsgruppe zum Theaterneubau ein, die das Projekt vorantreiben und politisch begleiten soll. Am Tisch sitzen neben Vertretern der Fraktionen auch Theater-Geschäftsführer Frank Rosinski, Intendant Peter Leonard, Kultursenatorin Liane Melzer (SPD) und ihr Kollege Holger Matthäus (Grüne) aus dem Bauressort. Denn: "Im Moment sehe ich viel zu wenig Koordination", sagt Frank Giesen (CDU). Auch Linke-Fraktionsvorsitzende Eva-Maria Kröger meint: "Die Gründung ist ein kleiner Hilfeschrei, weil es bisher keinen Fahrplan für den Neubau gibt."

Die Stadtverwaltung kündigte an, bis April 2013 die Entscheidung vorzubereiten, wo das Theater gebaut werden soll. Im Rennen sind der Christinenhafen, der Bussebart und der Rosengarten. Erst wenn der Standort klar ist, sollen Wettbewerbe den eigentlichen Neubauprozess vorbereiten. Parallel dazu würden, so Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos), Finanzierungs- unjd Betreibermodelle erarbeitet. Am Zug sieht er jetzt die Landesregierung. Geklärt werden müsse neben einer möglichen Landesförderung auch, welche Kreditaufnahme Schwerin der Hansestadt für den Neubau genehmigen würde. 20 bis 30 Millionen Euro könnten den Angaben zufolge fällig werden, wenn Rostock die Hälfte der Gesamtkosten stemmen müsste.