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Freizeitspaß Ein Mekka für ambitionierte Golfer

Von Anja Engel | 02.11.2018, 21:05 Uhr

Mit dem 130 Hektar großen Golfplatz in Warnemünde beweist das Ostseebad einmal mehr seine sportliche Vielfalt.

Ob im Wasser oder am Strand – Warnemünde hat sportlich viel zu bieten. Doch auch etwas weiter im Landesinneren des Ostseebades hat sich ein Sport etabliert, der nicht nur den Schönen und Reichen vorbehalten ist. Die Rede ist vom Golfen.

Die 2009 eröffnete und 130 Hektar große Anlage bei Diedrichshagen bietet Golfvergnügen für Profis, Freizeitgolfer und Anfänger. „Golf ist schon lange kein elitärer Sport mehr. Das ist ein Vorurteil, das sich leider sehr hartnäckig hält. In Schweden beispielsweise kommen auf acht Millionen Einwohner um die 500 000 Golfer. Auch in Deutschland steigt die Zahl zunehmend“, erklärt der Geschäftsführer des Warnemünder Golfplatzes, Lars Gerds.

Für den Betriebswirt galt Golf lange als Sport der älteren Generation, doch dann packte ihn das Fieber. „Ich bin eigentlich mehr der Windsurfer und Beachvolleyballer gewesen, bis dann ein Freund nach dem Surfen meinte, er gehe nun Golfen. Ich habe zunächst gelacht, doch nach meiner ersten Golfstunde hatte mich das Virus gepackt“, erzählt Gerds. Der Rostocker erwarb seine Platzreife und trainierte hart, sodass er sich heute als Profi bezeichnen kann. „Golf ist die drittschwerste zu erlernende Sportart hinter Stabhochsprung und Eiskunstlauf. Man muss aber kein Profi werden, um Spaß am Golfen zu haben, aber wenn man einmal angefangen hat, wächst dann doch der Ehrgeiz“, erklärt Gerds.

An 365 Tagen im Jahr steht die Anlage den 450 festen Mitgliedern, über 1000 Fernmitgliedern und Gästen zur Verfügung. „Bei Schnee müssen wir zwar schließen, aber ansonsten ist die Anlage ganzjährig bespielbar. Voraussetzung für das Spielen auf einem Golfplatz ist die Platzreife. Allerdings haben wir auch eine Kurzstrecke, auf der jeder spielen kann und wo Schnupperkurse angeboten werden“, so der Geschäftsführer.

Golf kenne keine Altersbegrenzung – ob mit sechs Jahren oder hoch betagt, wichtig sei die Freude am Sport, betont Gerds. „Wir haben ein Projekt mit der Ecolea-Schule aus Warnemünde. Ein Mal in der Woche kommen drei Jugendgruppen zum Golfen. Das sind so 50 Kinder. Diese Kooperation ist uns sehr wichtig“, berichtet der leidenschaftliche Golfer, der 2017 die Geschäftsführung übernahm.

Die von einem Golfarchitekten entworfene Anlage wird von sieben so genannten Greenkeepern gepflegt und instand gehalten. „Es wird gedüngt, gewässert und neu gesät, aber es darf architektonisch nicht verändert werden, da wir genormt sind und bei uns auch Turniere ausgetragen werden“, so Gerds.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 17 Plätze und in etwa 17 000 Golfer. Damit der Sport auch für Urlauber attraktiver wird, wurden am Golfplatz Warnemünde Appartments errichtet, die im Dezember eröffnen. Heute müsse man den Gästen mehr bieten als nur eine Anlage, so Gerds. In den kommenden Jahren möchte der Geschäftsführer das Areal deshalb noch attraktiver für Neumitglieder und Urlauber machen.