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Segeln ASVW am Start bei den „Europeans“ in Malcesine

Von Peter Richter | 25.06.2019, 18:07 Uhr

Die Crew aus Warnemünde mit Gästen aus Württemberg nimmt an den Europameisterschaften auf dem Garda-See teil.

Noch nicht allzu erfolgreich verlief bisher die Mission „Sofortige Rückkehr in die 1. Bundesliga“ für den Akademischen Segelverein Warnemünde.

Zum Auftakt auf dem Starnberger See „waren wir einfach nicht gut drauf und sind schlecht gesegelt“, so Teamchef Gunnar Voigt.

Am 2. „Spieltag“ auf dem Bodensee vor Konstanz fanden wegen Flaute nur vier Rennen statt, in denen der ASVW nicht vom Glück begünstigt war.

So befindet er sich vor der Fortsetzung der Meisterschaft vom 23. bis 25. August in Berlin erst mal nur auf Rang zwölf. Mindestens Vierter müsste er werden, um aufzusteigen.

Gegenwärtig nehmen die Hansestädter mit der Crew Johanna Meier, Robert Remus und Willy Brandt sowie den Gästen Carolin Groß und Felix Meggendorfer auf dem vereinseigenen Boot „Charlotte“ an den Europameisterschaften der Bundesliga-Klasse J/70 im italienischen Malcesine an der Ost-Küste des Gardasees teil und holen sich wertvolle internationale Praxis.

Bei den „Europeans“ messen sich 124 Teams aus 20 Ländern von Argentinien über Brasilien, Chile, Malta und Monaco bis hin zu den USA und Zypern, um nur mal die exotischsten bzw. „überseeischen“ Vertreter aufzuzählen. Inmitten der elf deutschen Mannschaften taucht u. a. auch der Name des 65-jährigen dreimaligen Olympiasiegers Jochen Schümann (1976 Finn-Dinghy, 1988 und 1996 Soling, dazu Silber 2000 Soling) auf.

„Ein Ziel haben wir nicht ausgegeben. Wenn wir in das Goldfleet kommen (also in die obere Hälfte des Klassements, denn es wird nicht nach dem Bundesliga-Format gesegelt – d. Red.), wäre das super“, umreißt Gunnar Voigt das Vorhaben.

Dies wird allerdings erschwert dadurch, dass das Team von der Ostsee nicht im Corinthian-Klassement (Amateure) starten darf, weil die International Sailing Federation ISAF das Crewmitglied Robert Remus – verdient seine „Brötchen“ als Trainer beim Bayerischen Segler-Verband – als Profi eingestuft hat.

Am Ziel „Goldfleet“ werden dennoch keine Abstriche gemacht, „auch wenn das auf jeden Fall eine Herausforderung wird, denn das Feld ist sehr stark aufgestellt. Wir sind motiviert und heiß, die sechs Qualifying-Rennen zu rocken, bevor dann die Championship-Series beginnt“, so das ASVW-Quintett vor dem Wettkampf.

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