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Grüne Kirche Weidendom startet die Saison

Von CLLA | 10.05.2018, 21:00 Uhr

Sonntag findet der erste ökumenische Gottesdienst statt. Rostock-Filme werden zum Jubiläum gezeigt.

Der gepflasterte Boden ist vom Winterdreck befreit, die Stühle von Hand abgewischt – der Weidendom im IGA-Park ist bereit für die Saison. Der erste ökumenische Gottesdienst wird Sonntag um 15 Uhr abgehalten. „Wir haben im April mit dem Einziehen der Zelte unsere Arbeitseinsätze wieder aufgenommen“, sagt Reinhold Schmidt. Der Vorsitzende des Freundeskreises Weidendom kann unter 60 Mitgliedern jedes Jahr auf einen Kreis von 10 bis 20 Aktiven zählen, die sich ehrenamtlich für den Erhalt des natürlichen Gotteshauses und die darin stattfindenden, Veranstaltungen einsetzen.

Ob Taufen, Hochzeiten, Gottesdienste, Konzerte oder Tanz – die Bandbreite ist groß. Passend zur 800-Jahr-Feier werden in diesem Jahr innerhalb der Lichtklangnacht Kurzfilme über Rostock gezeigt. Wenn auf der IGA-Bühne oder im gesamten Park Veranstaltungen wie zum Beispiel die Pyro Games stattfinden, setzt der Weidendom aus – in dieser Saison an sechs Tagen. „Und wir haben den Beginn jeweils auf 15 Uhr vorverlegt, weil in der Vergangenheit auch schon mal der Soundcheck von den Künstlern auf der Parkbühne unsere Veranstaltungen störte“, erklärt Werner Morowski, der die Arbeitseinsätze der Ehrenamtlichen plant, die immer donnerstags vor Ort zusammenkommen. Sonnabends und sonntags decken Helfer dann so genannte Präsenzdienste ab, kümmern sich um die Technik oder stehen als Ansprechpartner für Besucher bereit. Diese Dienste über die bis September dauernde Saison hinweg abzusichern, fällt den Verantwortlichen immer schwerer. „Deshalb würden wir uns über Mitwirkung freuen“, sagt Reinhold Schmidt, der in seine vierte Saison als Vorsitzender geht und weiß, dass der Freundeskreis auch schon einmal vor der Auflösung stand.

Den Sponsoren sei es zu verdanken, dass die Ausgaben gedeckt werden könnten. „Und die Mitarbeiter vom Bauhof des IGA-Parkes unterstützen uns bei Arbeiten, die wir einfach nicht mehr leisten können“, erklärt Schmidt. Ein Generationswechsel der Aktiven sei dringend notwendig, um das beeindruckende Bauwerk in der jetzigen Form auch weiterhin zu erhalten.

Internet: www.weidendom.de

Auf einen Blick

• gilt als das weltgrößte lebende Bauwerk, weil er im Frühjahr 2001 aus Naturmaterialien wie Weidenruten, Hanf- und Kokosseilen errichtet wurde. Und das ohne maschinelle Hilfe innerhalb eines Baucamps von 650 freiwilligen Helfern aus 13 Nationen.

• Die Kuppelhöhe beträgt 15 Meter, die Länge 52 Meter. Dabei wurde keinerlei maschinelle Hilfe in Anspruch genommen.
•  Der Entwurf des Weidendoms stammt vom Architekten Marcel Kalberer. In den drei kleinen Kuppeln sind eine Informationstheke, ein Multifunktionsraum und ein Raum der Stille entstanden. Für den Witterungsschutz hat die Hauptkuppel ein leichtes Zeltdach erhalten, das im Februar 2015 erneuert wurde.