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Wetter Sturm beherrscht Region - Erste Sperrungen in Rostock

Von Hannes Stepputat/NNN | 09.01.2019, 09:42 Uhr

Eine Woche nach der teils schweren Sturmflut erwartet den Nordosten heute bereits die zweite Welle.

An der Ostseeküste im Nordosten wird heute erneut eine Sturmflut erwartet. In Rostock ist um 9.15 Uhr der Verbindungsweg gesperrt worden. "Das ist immer die erste Stelle", sagt Stadtsprecher Ulrich Kunze. Sollte der mittlere Wasserstand über 1,3 Meter steigen, würde auch die Straße Am Strande gesperrt werden.

Am Mühlendamm ist 1,03 Meter über dem mittleren Wasserstand erreicht, in Warnemünde 1,01 Zentimeter, so Stadtsprecher Ulrich Kunze. In den Vormittagsstunden gab es gestern noch keine Verkehrsbehinderungen, die auf das Wetter zurückzuführen waren - nur den üblichen Morgenverkehr, bei dem es sich im Verbindungsweg, Richtung Petridamm, Richtung Steintor und an der Deutschen Med wenige Minuten staut.

In Wismar hat die Sturmflut bereits Teile der Stadt überschwemmt. Aktuell liegt der Pegelstand 1,30 Meter über Normal, wie ein Pressesprecher der Stadt Wismar mitteilte, den Grenzwert für eine Sturmflut an der Ostsee. Am Morgen liefen der Schiffbauerdamm und ein daneben liegender Parkplatz mit Wasser voll. Die Polizei sperrte die betroffenen Bereiche ab.

Der Seewetterdienst Hamburg gab am frühen Mittwochmorgen eine Starkwind-Warnung für die Ostseeküste heraus. Vorhersagen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zufolge ist mit Pegelständen bis zu 1,30 Meter über Normal zu rechnen. So hoch werde das Wasser voraussichtlich aber nur an den westlichen Küstenabschnitten rund um Wismar steigen. In Richtung Osten erwartete das BSH niedrigere Wasserstände, an der polnischen Grenze soll noch knapp ein Meter erreicht werden.

In der Hansestadt stehen einer Sprecherin der Stadt zufolge Sandsäcke für Anwohner des Hafens bereit. Autofahrer sind aufgerufen, ihre Fahrzeuge aus dem gefährdeten Bereich zu fahren. In der vergangenen Woche waren am Wismarer Hafen bei einem Pegelstand von 1,84 Meter über Normal Straßen überflutet und ein Fußweg unterspült worden. So hoch soll das Wasser diesmal nicht steigen.

Der Deutsche Wetterdienst warnte fast landesweit vor Sturmböen. Lediglich im Südosten sollte es ruhiger zugehen.

Als Sturmflut werden in der Ostsee Pegelstände von einem Meter bis 1,25 Meter bezeichnet. Bis 1,50 Meter handelt es sich um eine mittlere, bis zwei Meter um eine schwere und darüber um eine sehr schwere Sturmflut.