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Erneuerbare Energien Windgipfel in Warnemünde

Von MABO | 13.03.2015, 14:00 Uhr

Am Sonnabend diskutieren Energieexperten, Bürger und der Minister über die erneuerbaren Energien in MV.

Über Windkraft diskutieren am Sonnabend interessierte Bürger und Energieexperten im Kurhaus in Warnemünde. Zu einem Windgipfel lädt das Aktionsbüdnis Freier Horizont ein. „Es wird bei dieser Veranstaltung nicht darum gehen, dass wir alle absolut gegen die Windkraftanlagen sind. Viel mehr soll es ein Austausch über Argumente und Möglichkeiten sein“, erklärt Michael Roolf vom Aktionsbündnis.

Der Gipfel ist dabei aufgeteilt in einen nicht-öffentlichen und öffentlichen Teil: Zuerst sitzen fünf Arbeitsgruppen zusammen und behandeln die unterschiedlichen Bestimmungen. Gegliedert sind diese in die Gruppen Recht, Technik, Natur und Umwelt, Mensch und Gesundheit sowie Volkswirtschaft und Wertschöpfung. „All diese Punkte sind wichtige Aspekte bei einer guten und sinnvollen Umsetzung des Windkraftausbaus. Aus diesem Grund tagen diese Gruppierungen erst einmal unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Wir erhoffen uns natürlich hitzige Diskussionen mit den Experten“, so Roolf. Interessenten können sich zu den Arbeitsgruppen anmelden. Beginn ist um 10 Uhr, Einlass ist bereits ab 9 Uhr.

Im Anschluss folgt der öffentliche Teil um 14 Uhr. Hierbei werden die Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse präsentieren und zur Diskussion stellen. Daran kann jeder auch ohne Anmeldung teilnehmen. Um 16.30 Uhr beginnt dann die ebenfalls öffentliche Podiumsdiskussion. Zu dieser hat sich nun auch Energieminister Christian Pegel (SPD) angemeldet, um sich den Fragen rund um erneuerbare Energien in Mecklenburg-Vorpommern zu stellen.

„Es soll auf keine Hau-drauf-Diskussion sein. Wir wollen, dass sich der Minister mit den Argumenten der Arbeitsgruppen und den Anliegen der Anwohner befasst und auch selbst Argumente bringt“, verdeutlicht der Sprecher des Aktionsbündisses. Die Flächen von MV sind laut Roolf zwar geeignet für Windkraft und auch für Solarenergie, doch die Umsetzung der Landesregierung ist falsch. So daure es trotz staatlicher Förderung mehrere Jahre, bis ein privater Haushalt die Kosten für den Anbau von Solaranlagen ausgleichen könne. „Zudem bauen wir immer mehr Windräder in unsere Landschaften, aber die gewonnene Energie ist viel zu viel und wir nutzen sie nicht für uns. Deswegen verkaufen wir Strom nach Bayern. Das ist doch sinnfrei“, sagt Roolf. Er betont zudem, dass mit der wachsenden Zahl von Windkraftanlagen das Urlaubsland MV unattraktiv für Touristen werde.

Anmeldung per E-Mail an dv@scmv.info erfolgen.