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Hansetag in Rostock „Wir sind mit dem Hansevirus infiziert“

Von Katrin Zimmer | 20.06.2018, 12:00 Uhr

400 000 Gäste erwartet: Touristiker und Unternehmer setzen auf Imagegewinn.

Morgen fällt der Startschuss zum 38. Internationalen Hansetag. Erwartet werden zu der maritimen Großveranstaltung neben Vertretern aus 115 Hansestädten aus 16 europäischen Nationen auch mehr als 400 000 Gäste. Die Veranstalter sehen die Ausrichtung des Hansetags deshalb nicht nur als große Ehre an, sondern auch als Chance für den Tourismus und die Unternehmer der Stadt.

„Wir brennen auf den Hansetag, denn das maritime Business ist einer der wichtigsten Anziehungspunkte für Rostocks Gäste“, sagt Tourismusdirektor Matthias Fromm. Gerade der internationale Markt berge ein gewaltiges Potenzial für mehr Gäste. „Bisher liegt der Anteil der ausländischen Besucher nur bei zehn Prozent – da ist noch Luft nach oben“, unterstreicht Fromm. Von der Anreise der vielen Delegierten verschiedener Nationen erhoffe er sich, dass Rostock als Ausflugs- und Urlaubsziel noch bekannter werde.

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Als Multiplikator sehen auch die Unternehmer die viertägige Veranstaltung. „Wir haben ein besonderes Konzept für die Wirtschaft entwickelt, den Hansekongress“, so Manuela Balan, Geschäftsführerin des Unternehmerverbands. An zwei Tagen sollen die Delegierten der europäischen Gaststädte zusammenkommen wie in der Jahrhunderte alten Tradition der Hanse. 49 Redner, rund die Hälfte auswärtige, informieren über ihre Metiers. „Wir sehen das Ganze als große internationale Kontaktbörse und wollen die Rostocker Wirtschaft in die Welt hinaustragen“, so Balan.

Aber auch für die rund 208 000 Einwohner und alle anderen Gäste soll der Hansetag eine gelungene Veranstaltung werden. „Während bei uns fleißig aufgebaut wird, bekommen wir jeden Tag zahlreiche Nachrichten von Schiffen und Delegationen, die gerade auf dem Weg sind“, erklärt Mitorganisatorin Rita Berkholz aus dem Hanse Sail-Büro. 60 Künstlergruppen auf sieben Bühnen in der Innen- und Altstadt sowie am Hafen sollen für ein buntes Fest sorgen. „Es ist wie ein Familientreffen der Hanse“, sagt Berkholz. 15 Schiffe werden in Rostock anlegen, beladen mit Gütern aus ihren Herkunftsregionen, wie es bereits zur Hansezeit Brauch war. „Die Kogge ,Lisa von Lübeck‘ bringt Marzipan mit, die ,Wismara‘ den Wismarer Sekt und aus Kampen in den Niederlanden kommt natürlich Käse“, so Berkholz. Den Heimweg antreten sollen sie beladen mit dem Rostocker Festbier – „oder Øl, wie es zur Hansezeit hieß“, ergänzt sie.

Gekostet haben die Organisation und Umsetzung des 38. Internationalen Hansetags laut Tourismuschef Fromm 1,5 Millionen Euro, ein Drittel stammt von Sponsoren. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) betont, dass der Veranstaltung gar nicht genug Bedeutung beigemessen werden kann. Seit 20 Jahren freue er sich auf die Ausrichtung, seit mehr als drei Jahren laufen die Vorbereitungen. „Wir sind alle mit dem Hansevirus infiziert und bisher gibt es kein Medikament dagegen“, sagt Methling – zum Glück.

Serviceinformationen rund um den Hansetag
FeiermeileDas Veranstaltungsgelände umfasst den Stadthafen und den gesamten Innenstadtbereich. Als Außenstandort liegen am Passagierkai Warnemünde die „Cap San Diego“ und der Dampfeisbrecher „Wal“. Verkehr Bis zum 27. Juni ist der Stadthafen von der Haedge- bis zur Silohalbinsel komplett gesperrt.  Am Sonntag,  24. Juni, sind die Zufahrtswege über die Lange Straße von etwa 15.30  bis 18 Uhr aufgrund des Festumzuges gesperrt. Auch die Einfahrt in die Parkhäuser ist dann nicht möglich.  Aktuelle Verkehrshinweise sind zu beachten. AnreiseDie Organisatoren empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte die Parkplätze beziehungsweise Parkhäuser im oder am Rande des Stadtzentrums nutzen. Weiter dann mit Bus, Straßenbahn oder S-Bahn in den Stadthafen oder die Innenstadt. Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) bietet ein Tagesticket (5,20 Euro) an, das im gesamten Stadtgebiet sowie auf den Warnowfähren gültig ist. Die Linien in Richtung Stadthafen, Historischer Holzkran, Silohalbinsel: Vom Hauptbahnhof mit den Straßenbahnlinien 4, 5 und 6 oder ab Stadtzentrum mit der Straßenbahnlinie 1 bis Lange Straße oder Kröpeliner Tor. Richtung Neuer Markt/Innenstadt: Vom Hauptbahnhof mit den Straßenbahnlinien 4, 5, und 6 oder ab Kröpeliner Tor/Lange Straße mit den Linien 1, 4, 5, und 6. Von dort aus dann zu Fuß zur Nikolaikirche, zum Alten Markt und zum Uni-Platz.   Parken StadtzentrumÖffentliche Parkplätze  • Am Güterbahnhof (Anfahrt über Grubenstraße oder Am Güterbahnhof) Parkhäuser • Rostocker Hof (Anfahrt über Wallstraße, Rungestraße) • Centrum (Anfahrt über Fischerstraße oder Grapengießerstraße) • City (Anfahrt über Lange Straße), sonntags ab 15.30 Uhr nicht mehr zugänglich • Kaufhof (Anfahrt über Lange Straße, Pädagogienstraße), sonntags ab 15.30 bis 18 Uhr  nicht mehr zugänglich• Doberaner Hof (Anfahrt über Stampfmüllersraße)•  Deutsche Med (Anfahrt über Stampfmüllerstraße)• KTC-Tiefgarage (Anfahrt über Lange Straße), Sonntag ab 15.30 Uhr nicht mehr zugänglich•  Am Gericht (Anfahrt über August-Bebel-Straße)• Silohalbinsel (Anfahrt über Am Strande/Grubenstraße) ZentrumsnahÖffentliche Parkplätze•  Hauptbahnhof/Südseite (Anfahrt über Südring/Platz der Freundschaft)• Stadthalle/Landesbehördenzentrum (Anfahrt über Südring/Erich-Schlesinger-Straße)• Platz der Freiheit (Anfahrt über Ostseestadion)• Parkplatz Am Kabutzenhof (Zufahrt über Werftstraße)• P&R-Parkplätze Dierkow (A 19 Abfahrt Rostock-Ost, B 105 aus Richtung Osten)•  Dierkower Allee (Anschluss Straßenbahn 2, 3, S-Bahn)•  Dierkower Kreuz/Gutenbergstraße (Anschluss Straßenbahn 1, 2, 3, Bus 9 , 14, 15, 16, 18, 19, F2, 118)• P&R-Parkplatz Brinckmansdorf (A 19 Abfahrt Rostock-Süd, B 110)•  Mühlendamm (Anschluss Bus 22, 23, 123, F2) • P&R-Parkplatz Südstadt (A20 Abfahrt Rostock Südstadt) oder Südblick (Anschluss Straßenbahn 5, F1)• P&R-Parkplatz Gartenstadt/Hansaviertel (A 20 Abfahrt Rostock-West, B 103 Barnstorfer Ring)• Groß Schwaßer Weg (Anschluss Bus 28)  Warnemünde PassagierkaiÖffentliche Parkplätze •  Am Passagierkai• Mittelmole/Wiro (Anfahrt über Alte Bahnhofstraße)