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Norddeutsche Neueste Nachrichten Wiro baut 250 Wohnungen ans Wasser

Von Torben Hinz | 14.10.2011, 10:34 Uhr

Phänomenale Aussichten verspricht Ralf Zimlich, Geschäftsführer der Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH (Wiro), seinen künftigen Mietern auf der Holzhalbinsel.

Bis Ende 2013 sollen an der Nordwestspitze 250 Wohnungen mit Blick auf die Warnow entstehen. „Da reden wir über eine Investition von 25 bis 30 Millionen Euro“, sagt Zimlich. Das Geld fließt in drei Würfelhäuser, ein Solitärgebäude und ein u-förmig gereihtes Wohnensemble mit aufgesetztem Staffelgeschoss.„Das Projekt entspricht zu 100 Prozent den Zielen der Stadt, sich ans Wasser zu entwickeln“, sagt Ralph Müller, Chef des Stadtplanungsamts. Im alten Bebauungsplan sei noch ein Hotel am Standort vorgesehen gewesen. Dieser Markt sei aber derzeit gesättigt – im Gegensatz zum Bedarf an Wohnraum. „Wir hoffen durch die Neubauten auch auf eine Entlastung des Wohnraums in der Innenstadt“, sagt Zimlich. Aktuell betrage der Leerstand der Wiro-Wohnungen weniger als zwei Prozent. „Wir haben mittlerweile Wartelisten“, so Zimlich. In der Innenstadt stünden darauf durchaus 15 Interessenten, in Warnemünde seien es sogar noch mehr. Und auch für die Neubaugebiete in Lichtenhagen oder Lütten Klein gebe es mehr Anfragen als Baugrund. „Das ist kein guter Zustand, da sind wir als kommunales Wohnungsunternehmen gefordert“, sagt der Geschäftsführer. Für die neuen Wohnungen rechnet er schon heute mit den ersten Anfragen. Die Holzhalbinsel sei derzeit der beste Standort in der Stadt, den es für Wohnungsbau gibt. „Supermärkte, Apotheken, Ärzte, Zentrumsnähe ist alles schon da, man kann dort ganz bewusst alt werden“, so Zimlich.Die Appartements und Maisonettewohnungen sollen zwischen 65 und 140 Quadratmeter groß sein und über Stellplätze in Tiefgaragen unter den Häusern verfügen. Pro Quadratmeter rechnet Zimlich mit acht bis zehn Euro Nettomiete. Das entspreche dem gegenwärtigen Niveau in dem Viertel, in dem fast alle vorhandenen Wohnungen und Geschäfte der Delta Immobilien Gruppe vergeben seien. „Das sehen wir durchaus als wirtschaftlichen Erfolg“, sagt Zimlich.Auch für die noch übrigen Flächen gibt es schon konkrete Pläne. So soll am Baufeld neben der Straßenbahntrasse noch ein Bürogebäude entstehen. Wohnbebauung sei dort aus Schallschutzgründen nicht möglich. „Die Verhandlungen könnten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden“, sagt der Geschäftsführer. Dann würde das Grundstück an den Investor veräußert. Das letzte für Mietwohnungen geeignete Baufeld im Osten hingegen will die Wiro selbst entwickeln, unter anderem könnte sich dort auch die Privatschule Universitas ansiedeln.Stadtplaner Müller denkt im Zusammenhang mit dem Ausbau des Rostocker Ovals rund um die Warnow schon weiter. „Wir wollen uns auch über das Nordufer im Bereich Gehlsdorf und über eine feste Warnowquerung mit einer Klappbrücke oder ähnlichem Gedanken machen“, sagt er. Das seien Visionen, die bei der Holzhalbinsel schon mit eingeflossen seien.