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Erweiterung Wiro gibt Promenade frei

Von MAPP | 06.06.2015, 10:00 Uhr

Besucher bekommen einen super Blick auf Schiffe.

Strahlende Gesichter bei Barbara und Fred Francke aus Warnemünde. Sie waren die Ersten, die gestern die neu angelegte Uferpromenade rund um den sanierten östlichen Molenkopf am ehemaligen Fährbecken betreten haben. Hier ist ein Freiluft-Logenplatz zum Schiffegucken entstanden. Wiro-Chef Ralf Zimlich hat das Ehepaar persönlich begrüßt. Wie alle Besucher so geriet auch der Wiro-Geschäftsführer ins Schwärmen: „Der Panoramablick auf die Hafenausfahrt zwischen den beiden Molenfeuern ist einmalig“, sagt er. Bisher mussten Besucher darauf verzichten und vorm Molenkopf umkehren. Der Bereich ist seit Jahrzehnten gesperrt, war marode und einsturzgefährdet. Die Bohrpfahlmuschel hatte der Gründung und den Spundwänden stark zugesetzt. So sehr sich viele für den Erhalt der Fährbecken eingesetzt haben, es war nicht machbar. Lediglich die Rampe ist auf dem Gebiet noch erhalten, das kann auch in die Planungen einfließen. Zimlich ist darauf eingestellt, dass die Warnemünder und Gäste dieses Filetstück in Windeseile erobern – mit Grills und Ferngläsern. „Das ist ja wie im Stadthafen, wir werden natürlich darauf achten, dass der Müll beräumt wird“, sagt er. An eine kommerzielle Nutzung der Fläche denke er nicht. Die barrierearme Flaniermeile ist bis zur Wasserkante begehbar und verbindet den Neuen und den Alten Strom an der Nordkante miteinander.

In zwei Schautafeln ist ein Stück Eisenbahngeschichte festgehalten, damit dieses Kapitel von Warnemünde nicht in Vergessenheit gerät.

Es wird allerdings ein paar Tage im Jahr geben, wo das Tor geschlossen sein muss: „Das ist beim Anlauf von Kreuzfahrtschiffen wie jetzt am Sonnabend die ,Viking Star’“, sagt Christian Hardt, Leiter Kreuzfahrt der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock (Hero). „Das hängt mit den internationalen Vorschriften zur Schiffssicherheit zusammen“, erklärt er.

Auch Ortsbeiratsmitglied Matthias Ehlers nimmt die neue Fläche in Augenschein. „Das ist auf alle Fälle ordentlich gemacht“, sagt er.

Die Wiro besitzt auf der Mittelmole mit 6,78 Hektar den größten Anteil des Areals. „Wir wollen dort Mietwohnungen, Parkplätze und Flächen für Sportereignisse und maritime Großveranstaltungen bauen“, sagt er. Der Prozess hinter den Planungen ist deutlich zeitaufwändiger als gedacht. Die Wiro prüft deshalb, wie die vorhandenen Immobilien vorübergehend genutzt werden können.