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Turmleuchten Warnemünde Wo waren die Raketen?

Von Julia Hahnke | 01.01.2016, 20:58 Uhr

Warnemünder Turmleuchten in Nebel gehüllt. Spektakel am Leuchtturm lockt dennoch 85000 Besucher ins Ostseebad.

Warnemünde Normalerweise besticht das Warnemünder Turmleuchten mit bunten Effekten und atemberaubender Feuerwerks- und Lasershow. Doch von diesen blieb in diesem Jahr kaum etwas übrig. Denn die Inszenierung am Leuchtturm versank im dichten Nebel.

Dieser machte sich bereits in den frühen Morgenstunden im Badeort breit. Daher schauten, passend zum diesjährigen Motto der Inszenierung, „Hoffnung“,  die angereisten 85 000 Besucher hoffnungsvoll in den Abendhimmel. Zwar änderte sich die Wetterlage nicht, trotzdem startete  pünktlich um 18 Uhr die  Neujahrsshow, die seit dem vergangenen Jahr unter dem Titel Warnemünder Turmleuchten bekannt ist. Inmitten der Menschenmassen wurde es plötzlich ganz still, denn alle beobachteten  das Geschehen. Darunter Jennifer Stiburek, die gemeinsam mit ihrer Schwester Sandra Stiburek aus Waren an der Müritz anreiste. „Egal bei welchem Wetter, für uns gehört der Besuch schon zur Tradition“, sagt Jennifer und erklärt weiter, dass sie bereits zum vierten Mal dabei seien.

Trotz der schlechten Witterungsverhältnisse zeigten sich die Organisatoren optimistisch: „Was die Show betrifft sind wir sehr zufrieden, denn die Crew funktionierte wie immer “, so Thorsten Sitte von der Hanseatischen Eventagentur im Nachgang. Dennoch gibt er zu, dass der Nebel das   Höhenfeuerwerk komplett zerstört habe. „Es ist besonders schade für die Besucher, aber das spornt uns an, die Inszenierung im   kommenden Jahr umso schöner zu machen“, sagt er.

 Auf eine bessere Sicht im nächsten Jahr hoffen auch Daniela und Maik Schleger. „Es ist ärgerlich, denn wir hatten uns  auf schöne Fotos gefreut“, sagten die aus Nordrhein-Westfalen angereisten Besucher. Gemeinsam mit befreundeten Paaren verbrachten sie drei Tage im Ostseebad. „Wir sind extra eine Nacht länger geblieben, um das Turmleuchten zu sehen“, sagt Daniela Schleger etwas enttäuscht. Trotzdem habe ihr vor allem die Musik gefallen, resümiert die 37-Jährige.

„Wir wollten mit der Inszenierung ein Zeichen setzen  in einer Zeit, in der so viele Menschen auf so ganz unterschiedliche Dinge hoffen“, erklärt  Organisator Thorsten Sitte. Passend dazu der Livesong von Werther Lose, Sänger der Band Lift, mit den Zeilen: „Gib nicht auf, denn das kriegst du wieder hin. Eine Tür schlug zu, doch schon morgen wirst du weiter sehen.“