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Norddeutsche Neueste Nachrichten Zurück zur Vernunft!

Von Martin Rücker | 07.11.2007, 10:09 Uhr

Die Lokführer lassen ihre Muskeln spielen.

42 Stunden Streik im Güterverkehr, aller wirtschaftlicher Schäden zum Trotz. Dazu die Drohung, bereits in der kommenden Woche auch im Fern- und Nahverkehr die Arbeit niederzulegen, notfalls unbefristet. Das ist Ausdruck der neuen Stärke der Gewerkschaft GDL, die vor Gericht das komplette Streikrecht zurück erhalten hatte. Es ist aber vor allem ein Signal an die eigenen Mitglieder. Die Stimmung ist aufgeheizt, die Mitglieder der konkurrierenden Gewerkschaften feinden sich an, die Unsicherheit ist groß. Die GDL-Führung hat ihre Leute mit einem kompromisslosen Kurs angestachelt, sie jedoch nur für kurze Streiks im Nahverkehr von der Leine gelassen. Nun wollen sie ihre Wut einmal so richtig rausstreiken. Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass beide Seiten endlich zur Vernunft zurückkehren müssen. Im August war man sich doch schon einmal fast einig: Die Lokführer bekämen ihren eigenständigen Tarifvertrag für die Lokführer, die Bahn ein Modell, das nicht im Widerspruch zum Tarifvertrag der anderen Gewerkschaften steht. Das lässt sich doch klären, notfalls noch einmal mit den Moderatoren Biedenkopf und Geißler. Das Gerichtsurteil ist gesprochen, die GDL-Mitglieder dürfen ab heute noch einmal Macht demonstrieren - dann jedoch gibt es keinen Grund mehr, nicht miteinander zu verhandeln.

TEASER-FOTO: Redaktion