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Video: Bombenalarm in Rostock Zwei Droh-Mails eingegangen - Polizei im Großeinsatz

Von NNN/kazi | 07.06.2017, 12:54 Uhr

Bombenalarm in Rostock: Am Vormittag ging heute bei zwei Unternehmen der Stadt jeweils eine Bombendrohung ein. Es schlossen sich größere Polizeieinsätze an. An beiden Standorten wurde nichts gefunden.

Eine Bombendrohung per E-Mail hat heute ein Großaufgebot der Polizei auf den Plan gerufen. Gegen 10 Uhr ging bei dem spanischen Telekommunikationsunternehmen Telefónica die Nachricht ein, dass scharfe Sprengkörper in den zwei Firmensitze deponiert worden wären. Beide Standorte, auf der Holzhalbinsel und in der Doberaner Straße, wurden auf Eigeninitiative des Unternehmens hin sofort evakuiert, so Polizeisprecher Andrè Täschner. Auch umliegende Ladengeschäfte, Büros und Arztpraxen mussten geräumt werden, insgesamt haben etwa 450 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlassen.

Die Polizei rückte umgehend mit großem Aufgebot an und sperrte auch umliegende Fahrspuren für Pkw und Straßenbahnen ab. Ein Sprengstoffspürhund wurde eingesetzt, um beide Objekte zu durchsuchen – jedoch ergebnislos. Es wurde kein Sprengsatz gefunden, es handelte sich um einen Fehlalarm. Gegen 12.30 Uhr konnten die Mitarbeiter in die Gebäude zurückkehren.

Trotz Fehlalarm geht die Polizei dem Fall nach und ermittelt. Hinweise auf den Täter gibt es noch nicht. Der Vorwurf lautet Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat.

Erst Mitte Mai war das Unternehmen Telefónica Opfer eines weltweiten Cyber-Angriffs mit der Hacker-Software Wannacry geworden, die den Betrieb bei der Deutschen Bahn, bei Logistikunternehmen und sogar  in Krankenhäusern sowie Ministerien zum Erliegen brachte.