Rostock : Astronomische Uhr gibt Herzstück ab

Die Uhrmachermeister Helmut Langner (r.) und Martin Kaczke erneuern und stärken die Aufhängung des Zifferblattes, bis die neue Eichenholzscheibe zum Jahreswechsel eingesetzt wird. Das Kalendarium wird dann bis 2150 gelten – und soll so lange ohne weitere Arbeitsmaßnahmen durchhalten.
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Die Uhrmachermeister Helmut Langner (r.) und Martin Kaczke erneuern und stärken die Aufhängung des Zifferblattes, bis die neue Eichenholzscheibe zum Jahreswechsel eingesetzt wird. Das Kalendarium wird dann bis 2150 gelten – und soll so lange ohne weitere Arbeitsmaßnahmen durchhalten.

Altes Zifferblatt ist entfernt und die Uhrmacher bessern nach. Neuer Kalender kommt 2018.

Katrin Zimmer von
03. November 2017, 12:00 Uhr

Treu zeigt sie noch immer die Uhrzeit an und schlägt zur Stunde, doch welcher Tag gerade ist, vermag die Astronomische Uhr den Besuchern der Marienkirche vorerst nicht zu sagen. Denn das 133 Jahre alte Zifferblatt ist gestern entfernt worden. Zum Jahreswechsel wird ein neues den Platz im Herzen des 545 Jahre alten Chronometers übernehmen.

„Eigentlich wollten wir die Scheibe gar nicht ausbauen“, erklärt Markus Mannewitz, Chef-Restaurator der Marienkirche. Doch das von Ekkehard Koch erstellte Gutachten hatte ergeben, dass dahinter Schäden ausgebessert werden müssen. Heute Morgen ging dann alles ganz schnell: „Wir haben mit vier Mann angepackt und nach knapp zwei Minuten war es draußen“, sagt Mannewitz. Er werde untersuchen, ob unter dem Zifferblatt noch die älteren Malereien zu finden seien, bisher sehe es nicht danach aus, so der Restaurator.

Die neue Scheibe soll zum Rostocker Jubiläumsjahr eingesetzt werden und wird dann bis 2150 gelten. Gefertigt hat Mannewitz sie bereits vor gut neun Jahren. Bis zum Wechsel kümmern sich die Uhrmachermeister Helmut Langner und Martin Kaczke um die uralte Holzaufhängung des Uhrwerks. „Das Problem ist, dass die Scheibe leicht schräg ist, das müssen wir ausgleichen, damit sie nicht schleift“, sagt Langner. Wichtig sei dabei, nichts der Originalsubstanz zu vernichten. Der Termin bis zum Wiedereinbau sei jedoch problemlos haltbar. Bis dahin gibt ein großes Loch Einblicke in das Innere der Uhr.

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