Warnemünde : Der Teepott - eine einzige Baustelle

colourbox13328555

Warnemünder Wahrzeichen an der Strandpromenade ist in einem schlechten Zustand. Sanierung für 20 Millionen Euro notwendig. Doch zuvor müsse die Stadt dem Verkauf von Grund und Boden zustimmen.

von
17. Januar 2018, 20:45 Uhr

Eines der bekanntesten Gebäude von Warnemünde, der 1968 errichtete Teepott, muss dringend saniert werden. Kosten: rund 20 Millionen Euro. Metallteile rosten, das Dach ist an mehreren Stellen undicht und Stromleitungen sind nicht ausreichend gesichert, wie Friedemann Kunz, Gesellschafter von Fertighaushersteller Scanhaus Marlow und Vorsitzender der Friedemann Kunz Familienstiftung, am Mittwoch sagte. Die Stiftung ist Besitzer des Bauwerks. Zudem seien bei Sanierungsarbeiten zur Jahrtausendwende wichtige Träger durchtrennt worden. Der Teepott steht wegen seiner Dachkonstruktion unter Denkmalschutz.

„Unser Architekt hat ganz klar gesagt: ,Wenn es nicht der Teepott in Warnemünde wäre – vergiss es und reiß es ab’“, sagte Kunz. Nun sei es aber der Teepott und er spüre die Verantwortung für die Menschen und die Region. Er machte aber gleichzeitig deutlich: „Wir werden niemals im Leben dort investieren, wenn wir nicht Eigentümer von Grund und Boden werden.“ Solche Summen könnten nicht investiert werden, wenn noch Pacht gezahlt werden muss und dann nicht klar sei, welche Bedingungen beispielsweise in 60 Jahren herrschen. Keine Bank würde ohne Eigentumsrechte einen entsprechenden Kredit gewähren.

Stimme die Bürgerschaft von Rostock einem Grundstücksverkauf zu, könne aus Sicht der Planer 2019 und 2020 gebaut werden, sagte Kunz. Wie ein Stadtsprecher auf Anfrage sagte, gebe es noch keine entsprechende Beschlussvorlage.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen