Warnemünder Turmleuchten : Feuerwerk der Gefühle

Neujahrs-Event in Rostock-Warnemünde verzaubert zehntausende Gäste

nnn.de von
01. Januar 2018, 20:47 Uhr

 

In der Höhe erstrahlt der Warnemünder Leuchtturm im Feuerwerks- und Laser-Glanz, am Boden funkeln Tausende Smartphones: Mit einer emotionalen Show haben Rostocker und ihre Gäste am Montag das neue Jahr begrüßt.

Dabei hat das Warnemünder Turmleuchten seinem diesjährigen Motto „Ewig“ alle Ehre gemacht. In etwa 90.000 Besucher kamen von überall her und ließen sich von einer glanzvollen und einzigartigen Show verzaubern. Damit wurde ein Rekord aufgestellt, im vergangenen Jahr waren es 85.000 Besucher.

 

Ein Erlebnis, dass in Erinnerung bleiben wird – da sind sich auch Melanie Lehmann und ihre Mutter Astrid aus Aschersleben einig. Sie genießen seit drei Jahren zum Neujahrstag die atemberaubende Atmosphäre an der Ostseeküste. „Wir sind große Fans und es ist immer wieder schön, dabei sein zu können. Jedes Jahr ist es anders und es wird von Mal zu Mal schöner“, erzählt Melanie.

Die Veranstaltung begeisterte mit einem abwechslungsreichen Vorprogramm und brachte selbst die ganz Kleinen in Schunkellaune. Der einjährige Leo aus Rostock klatschte fleißig auf dem Arm seiner Mutter Tina Porath zur Musik mit. „Wir sind regelmäßig dabei, aber in diesem Jahr ist es das erste gemeinsame Turmleuchten mit Leo“, sagt Tina.

Der Neu-Rostocker Ives Sender lebt erst seit kurzer Zeit in der Hansestadt und wollte sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen. „Wir genießen gerade die Stimmung und freuen uns auf die große Show und den Auftritt von Dieter Hertrampf“, erzählt Ives, der seine Freundin Bianca Nicklas aus Baden-Württemberg dabei hatte. Der frische Wind konnte Ivonne Danigel aus Havelberg und Gunnar Schupeta aus Heidesee  nicht die gute Laune nehmen: „Wir sind seit Freitag hier und schon sehr gespannt auf das Feuerwerk und die Lichtershow.“ Das hat sich gelohnt, befinden sie hinterher.

Martina Hildebrandt sprach von perfekten Bedingungen mit guter Sicht. Sie organisiert schon seit 19 Jahren das große Neujahrs-Ereignis im Ostseebad. „Es ist immer wieder eine Herausforderung für alle Mitwirkenden. Es muss ein Motto gefunden und dann eine stimmige Geschichte darum gesponnen werden“, erzählt  sie.

In diesem Jahr lautete das Motto der Geschichte „Ewig“. „Unser Wunsch ist es, die Show so lange wie möglich in den Köpfen der Menschen zu erhalten. Das Motto symbolisiert zudem eine kleine Verbeugung vor unserer Stadt Rostock, auch anlässlich des diesjährigen Stadtjubiläums“, sagt Hildebrandt. Damit den Besuchern das Ereignis in Erinnerung bleibt, arbeiten neben der Chefin noch mehr als 100 Leute an der Inszenierung. „Es handelt sich um ein Gesamtkunstwerk. Ich vergleiche es gern mit dem Bierbrauen, denn es gibt vier Zutaten, die jedes Mal eine Überraschung hervorbringen“, sagt Hildebrandt. Am Ende des gestrigen Warnemünder Turmleuchtens freuten sich die Organisatoren und Stars wie Dieter Hertrampf über die erfolgreiche Show. „Es hat alles so geklappt wie wir es geplant haben. Auch das Wetter hat super mitgespielt. Wir hatten ein sagenhaftes Publikum und dann noch der tolle Mond“, schwärmt Hildebrandt. Gemeinsam mit Kollegen und Gästen durfte sie nach der Show auch selbst etwas feiern, bevor es bald an die nächsten Vorbereitungen geht – dann für die Auflage zum 20. Jubiläum.

Musikalischer Höhepunkt war der Auftritt von Stargast Dieter Hertrampf, besser bekannt als „Quaster“ von den Puhdys. Er sang - getreu dem Motto der Veranstaltung -  den wohl ewigen Hit der Band aus dem 1976 „Alt wie ein Baum“.

Erwartungsgemäß spielte der 800. Geburtstag Rostocks, der in diesem Jahr gefeiert wird, eine zentrale Rolle. Der Stolz der Menschen auf ihre Stadt kam zu tragen, unter anderem durch den Song des Rappers Marteria „Mein Rostock“. In diesem Lied beschreibt der gebürtige Rostocker seine enge Beziehung zu seiner Heimatstadt.

Das Spektakel aus Licht- und Lasershow, Feuerwerk und Musik - früher unter dem Namen „Leuchtturm in Flammen“ bekannt - gibt es seit den Millenniumsfeierlichkeiten beim Wechsel ins Jahr 2000. Es hat sich nach den Recherchen von Organisatorin Hildebrandt seither zu „Europas größtem Neujahrsevent“ entwickelt.

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