Video : Gasaustritt in Rostock: Mieterin erleidet Vergiftung

Mit Großaufgebot und Drehleiter suchte die Feuerwehr die Ursache für die hohe Kohlenmonoxidbelastung im Haus.
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Mit Großaufgebot und Drehleiter suchte die Feuerwehr die Ursache für die hohe Kohlenmonoxidbelastung im Haus.

Haus in der Ludwigstraße vorsorglich evakuiert, Ursache ist offenbar ein Defekt am Schornstein.

nnn.de von
13. Februar 2018, 21:00 Uhr

Mit einem Großaufgebot ist heute die Rostocker Feuerwehr in der Ludwigstraße im Einsatz gewesen. In Nachbarschaft der St.-Georg-Grundschule hatte die Mieterin einer Dachgeschosswohnung wegen Bewusstseinsstörungen den Notruf gewählt. „Beim Betreten des Hauses löste ein Kohlenmonoxid-Warner der Rettungsdienstmitarbeiter Alarm aus“, sagte Ronald Kilmer vom Brandschutz- und Rettungsamt. Daraufhin wurden Kräfte der Feuerwehr nachalarmiert, das gesamte Gebäude geräumt und Messungen der CO-Konzentration durchgeführt.

Die Mieterin kam mit Kohlenmonoxidvergiftung ins Krankenhaus. Durch die Feuerwehr konnte vor Ort keine Ursache für die hohe CO-Konzentration festgestellt werden. Auch Mitarbeiter der Stadtwerke waren am Einsatz beteiligt. „Die technischen Anlagen der Gasversorgung wurden fachmännisch geprüft und ihre Sicherheit und Zuverlässigkeit bestätigt“, sagt Unternehmenssprecher Thomas Schneider. Vonseiten der Stadtwerke bestünde kein Zusammenhang der Anlagen zu dem Vorfall in dem Mehrfamilienhaus.

Nachdem kein Kohlenmonoxid mehr festgestellt wurde, übergab die Feuerwehr das Haus und die weitere Ursachensuche an den Eigentümer. Laut Informationen der Mieter sei ein Defekt am Schornstein die Ursache gewesen. Nach der Reparatur durften die Mieter am Nachmittag zurück in ihre Wohnungen.

Extra: Zusatzschutz Kohlenmonoxid-Warner

Normale Rauchmelder, wie sie mittlerweile vorgeschrieben sind, erfassen zwar eine mögliche Rauchentwicklung, nicht aber Gasaustritt. Deshalb empfehlen Experten die Installation eines Kohlenmonoxid (CO)-Melders, der Alarm schlägt, sobald kritische Grenzwerte überschritten werden. Welche CO-Werte für den Menschen als kritisch anzusehen sind, legt die EN 50291-Norm fest. Alle auf dem Markt erhältlichen Warngeräte müssen sich nach diesen Normwerten richten.
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