Rostock : Hafenhaus auf dem Prüfstand

Am Warnowufer 65 – im Hafenhaus – finden sich auf 3700 Quadratmetern Mieter wie das Sail-Büro und eine Praxis. Das will der KOE für die Zukunft aufstellen.
Am Warnowufer 65 – im Hafenhaus – finden sich auf 3700 Quadratmetern Mieter wie das Sail-Büro und eine Praxis. Das will der KOE für die Zukunft aufstellen.

KOE spielt Nutzungsvarianten für das Gebäude durch, das Theater schließt es aktuell als Spielstätte aus.

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10. Juli 2018, 05:00 Uhr

Die Stadt plant an der Zukunft des Hafenhauses. Ein Planungsbüro habe mit einer Bestandsaufnahme des Gebäudes begonnen und spiele Nutzungsvarianten durch, so Josefine Rosse, Sprecherin des Kommunalen Eigenbetriebs für Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE).

Aber: „Über die zukünftige Ausrichtung des Hauses kann frühestens Ende des Jahres gesprochen werden – auch in Hinblick auf die Buga“, sagt Rosse. Klar ist: Das Hafenhaus soll im Besitz des KOE bleiben. Der hatte sich mit der Gesellschaft für Kommunal Leasing mbH (GfKL) in einem rund achtjährigen Rechtsstreit um die Besitzansprüche am Hafenhaus gestritten – bis Anfang 2017. Der KOE folgte einem außergerichtlichen Vergleich, zahlte 1,95 Millionen Euro an das private Unternehmen und kann das Gebäude in Premiumlage nun für die Zukunft aufstellen.

Im Hafenhaus haben sich auf 3700 Quadratmetern verschiedenste Nutzer eingemietet – der Eigenbetrieb Tourismuszentrale, das Hanse Sail-Büro, eine allgemeinärztliche Praxis, Rostock Marketing sowie die Störtebeker Braumanufaktur GmbH mit dem Braugasthaus Zum Alten Fritz. Mit dem Geschäftsführer der Gastronomie „haben wir langfristige Verträge geschlossen“, sagt Rosse. Er sei an einer erweiterten Nutzung interessiert. Der Leerstand sei sehr gering und beziehe sich „auf die ehemaligen Räume des Volkstheaters“, so Rosse. Ex-Intendant Sewan Latchinian hatte die dortige Spielstätte, Theater im Stadthafen (TiS), zu 2014 aufgegeben. „Die Technik befindet sich unverändert im Haus“, so Rosse. Interimsweise nutze das Theater die Bühne für Proben, zuletzt für „Schiff der Träume“, sagt Ralph Reichel, stellvertretender Intendant. Das TiS wieder als echte Spielstätte zu nutzen, käme aber derzeit nicht infrage. „So wie wir im Moment wirtschaftlich aufgestellt sind, können wir es uns nicht leisten“, sagt Reichel – trotz freundlichen Preises des KOE. Es wieder auf den Vorstellungsbetrieb einzurichten, wäre zu teuer und neben der Spielstätte sei ja vor Jahren auch Personal abgebaut worden, das es zum Betrieb des TiS brauche. Die Räume würden aber, so Rosse, „gerade in den Jahren der großen Geburtstagsfeiern (800/600) – nachgefragt und daher temporär vermietet“.



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