Rostock : Hannah und Roman sind Vielflieger

In dem originalgetreuen Cockpit einer Boeing 737 fühlen sich Roman Klitsche und Hannah-Sophie Goeritz schon richtig zu Hause. Die beiden sind Stammkunden im Rostocker Flugsimulator und kommen immer wieder gern. Fotos: Katrin Zimmer
1 von 3
In dem originalgetreuen Cockpit einer Boeing 737 fühlen sich Roman Klitsche und Hannah-Sophie Goeritz schon richtig zu Hause. Die beiden sind Stammkunden im Rostocker Flugsimulator und kommen immer wieder gern. Fotos: Katrin Zimmer

Paar hält Rekord im Cockpit des Rostocker Flugsimulators. Unternehmen will nach erstem Jahr expandieren.

nnn.de von
05. November 2017, 05:00 Uhr

Es ist schon fast Routine für Hannah-Sophie Goeritz und Roman Klitsche, wenn sie den Weg nach Evershagen antreten, um ihr nächstes Flugerlebnis zu genießen. Das Paar zählt zu denjenigen, die im ersten Geschäftsjahr des Rostocker Flugsimulators am häufigsten zu Besuch waren. Von dem realistischen Nachbau einer Boeing 737 und der Darstellung auf den Leinwänden sind die beiden jedes Mal begeistert. „Es ist beeindruckend, wenn man im Cockpit sitzt und sieht, was Piloten alles können müssen“, staunt Studentin Hannah-Sophie. Die unzähligen Knöpfe geben echte Rätsel auf – im Flugsimulator müsse sie immerhin nur einen Hebel betätigen, lacht die junge Frau.

Sie sei schon viel geflogen, nach der Schule ein Jahr in Australien gewesen und genieße den virtuellen Rundflug über Melbourne. Zu ihrem ersten Flugerlebnis sind die beiden quasi auf dem Hausflur gekommen. „Wir sind die Nachbarn eines der Betreiber. Er fragte uns, ob wir nicht mal Lust hätten, es auszuprobieren“, erinnert sich Roman. Inzwischen sei er bereits vier Mal geflogen und habe auch einen Gutschein für den Bruder zum Geburtstag erworben.

Vor einem Jahr hat der Rostocker Flugsimulator – der erste in MV – eröffnet. Die Betreiber ziehen eine positive Bilanz. „Wir haben etwa 300 Veranstaltungen durchgeführt, dabei sind um die 1200 Personen geflogen“, sagt Andreas Schwart. Die Gäste kamen aus ganz Deutschland, Schottland, der Schweiz und den Niederlanden. Alle Altersklassen seien begeistert gewesen. „Unser jüngster Gast war sieben Jahre, der älteste ein 90-jähriger Flugpionier“, sagt Schwart. Auch seien echte Piloten da gewesen, die ihren Familien einmal ihren „Arbeitsplatz“ zeigen wollten. Die Lieblingsziele der Fluggäste seien New York, Sankt Martin und Madeira. Zu Beginn gebe es für jeden einen Rundflug über Rostock. „Aber wenn Leute aus Berlin kommen und lieber in Tegel starten, machen wir das auch“, so Schwart. Bis Weihnachten seien sie beinahe ausgebucht, ein paar Termine gebe es noch. „Ansonsten bietet sich natürlich auch ein Gutschein als Weihnachtsgeschenk an“, lacht der Rostocker.

In den Bau von Cockpit und Kabine einer Boeing 737-800 haben die Männer 2016 eine sechsstellige Summe investiert. Der Flug wird von Großrechnern über Beamer auf ein Rundumsichtsystem projiziert. Die Technik wurde erst vor Kurzem nachgerüstet, die neueste Software installiert, weitere Maßnahmen sollen folgen, so Betreiber Udo Klingenberg. „Ziel ist es, von jetzt einem Flug pro Tag auf drei zu kommen“, sagt er.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen