Toitenwinkel : Im Zukunftsladen entstehen Ideen für den Sternplatz

Im Zukunftsladen will Raumagentin Maria Schulz zusammen mit den Anwohnern den Sternplatz entwickeln.
Im Zukunftsladen will Raumagentin Maria Schulz zusammen mit den Anwohnern den Sternplatz entwickeln.

Ab Donnerstag werden Bürgercafes und Workshops angeboten. Für die leerstehende Halle soll bis 2021 ein Konzept stehen.

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11. Juni 2020, 14:00 Uhr

Rostock | Wie soll sich der Sternplatz in Toitenwinkel entwickeln? Was wird aus der dort leerstehenden Halle? Welche Angebote braucht der Stadtteil? Solche Fragen sollen ab Donnerstag im neuen Zukunftsladen in der Albert-Schweitzer-Straße 24 gestellt und von Anwohnern beantwortet werden.

"Wir sagen, wenn sich dieser Platz entwickeln soll, dann Sinn bringend und wertvoll für das Quartier", sagte die Raumagentin Maria Schulz, vom Verein Sense.Lab. So sollen im Laden regelmäßig Workshops, Bürgercafes und Diskussionsrunden stattfinden.

Drei Szenarien stehen bereits

Seit 2016 steht die ehemalige Kaufhalle am Sternplatz in Toitenwinkel bereits leer. In den vergangenen anderthalb Jahren arbeitete die initiative Stern.macht.Platz. daran, dem Areal wieder Leben einzuhauchen. So fanden unter anderem ein Flohmarkt, verschiedene Workshops und eine Tanztheateraufführung dort statt. Höhepunkt sei eine Fachkonferenz zum Thema Stadtplanung gewesen, so Schulz

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"Eigentlich gibt es drei Szenarien, was sich hier entwickeln könnte", sagte Schulz. Beispielsweise ein Soziokulturelles Zentrum. Dieses könnte Platz für Vereine, Kreative, Theaterworkshops und Tanzkurse bieten.

Des Weiteren sei ein Zentrum für Medienschaffende möglich. Favorisieren würde sie allerdings ein Urban-ökologisches Zentrum. "Eigentlich wird das eine Sammelstelle für alle Fragen rund um den Klimaschutz", so Schulz. Bei all diesen Szenarien soll es auch immer Angebote für die Kinder der umliegenden Schulen geben.

Dort wo heute die ehemalige Kaufhalle steht, könnte laut Raumagentin Maria Schulz auch ein Gebäude mit drei Etagen für verschiedene Zwecke entstehen.
Aline Farbacher
Dort wo heute die ehemalige Kaufhalle steht, könnte laut Raumagentin Maria Schulz auch ein Gebäude mit drei Etagen für verschiedene Zwecke entstehen.


Gemeinsam den Stadtteil gestalten

"Eigentlich wird der Zukunftsladen ein Arbeitsraum für die Neuentwicklung von Toitenwinkel und den Sternplatz", so Schulz. Unter anderem sollen Anwohner in Bürgercafes ihre Meinung und Wünsche für ihr Quartier äußern können.

In Workshops könnten zudem Stadtmöbel für den Platz gebaut werden. Im Gespräch sei auch, dass der Rostocker Radiosender Lohro regelmäßig eine Stadtteilsendung dort aufnimmt.

"Wir wollen mit den Anwohnern auch an den Szenarien arbeiten." So seien auch Fachrunden mit Architekten geplant, um Ideen zu sammeln, wie ein neues Gebäude auf dem Sternplatz aussehen könnte. Momentan wirke der Sternplatz so, als sei er bei der Stadtplanung vergessen worden.

Durch die aktuellen Trends im Einzelhandel sei dieser Bereich etwas ins Hintertreffen geraten, der Sternplatz habe aber großes Potential, teilte Rostocks Finanzsenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) auf Anfrage mit. Laut ihm seien die Verantwortlichen des Vereines Sense.Lab mit ihren manchmal unkonventionellen Ideen genau die Richtigen, um dieses Potential für den Stadtteil nutzbar zu machen. "Ich freue mich deshalb sehr, dass es uns gelungen ist, eine finanzielle Unterstützung des Projektes aus dem städtischen Haushalt zu ermöglichen."

Ziel sei es der Rostocker Bürgerschaft im kommenden Jahr ein Konzept für das Grundstück vorzulegen, so Schulz. Bei einer Stadtteildebatte am Donnerstag um 19 Uhr soll im Zukunftsladen erneut über die Entwicklung des Quartiers diskutiert werden. Die genauen Öffnungszeiten des Ladens stünden laut Schulz noch nicht fest. Jedoch würde auf der Internetseite www.sternplatz-quartier.org über alle Veranstaltungen informiert.

Zur Geschichte

Der Sternplatz in Toitenwinkel

1993 siedelte sich zunächst ein Supermarkt, danach viele kleine Geschäfte am Sternplatz an. Seitdem die Supermarktkette Sky 2016 auszog, steht die Halle am Sternplatz leer. Seit anderthalb Jahren kämpft die Initiative STERN.macht.PLATZ für die Wiederbelebung des Geländes. Begleitet wird das Projekt von den Raumagentinnen im Quartier von Sense.Lab e.V., Maria Schulz und Ellen Fiedelmeier. Die Hansestadt Rostock, der Europäische Sozialfonds durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und die KARO gAG fördern das Projekt. Das Grundstück befindet sich derzeit im Besitz der 3G Immobilien GmbH aus Niedersachsen.


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