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Norddeutsche Neueste Nachrichten

16. Dezember 2017 | 08:24 Uhr

Mein Verein : Kampf gegen Identitätsverlust

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Regionalverband des Vereins Deutsche Sprache lobt Preis aus, organisiert Aktionstag und pflegt Traditionen. #wirkoennenrichtig

nnn.de von
erstellt am 03.Dez.2017 | 16:00 Uhr

Werden die Menschen in Deutschland und in anderen deutschsprachigen Ländern in 30 oder 50 Jahren angesichts des enormen Globalisierungsdrucks vorwiegend Englisch sprechen? Wird unsere Muttersprache in Vergessenheit geraten?

„Das darf nicht passieren“, fordert Prof. Dr. Dieter Rasch, Leiter der Region 18 Nordost des 1997 gegründeten Verein Deutsche Sprache e. V. Er befürchtet, wie in einer UNESCO-Erklärung formuliert, dass dies zu einem Identitätsverlust der betroffenen Völker und Volksgruppen führen könnte. Um das zu verhindern, engagieren sich die rund 36 000 Mitglieder im Verein Deutsche Sprache weltweit. Sie sind in 46 Arbeitsgruppen aktiv und beschäftigen sich mit Deutsch in Schulen, in Behörden und Unternehmen, aber nicht zuletzt auch mit dem Erhalt und der Pflege von Dialekten.

Dieter Rasch verweist auf die Anfang November erfolgte Verleihung des Sprachpreises des Landes Mecklenburg-Vorpommern an den niederdeutschen Autor Wolfgang Mahnke. Überreicht wurde der mit 1000 Euro dotierte Preis, je zur Hälfte getragen vom Verein Deutsche Sprache und dem Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern, im Bauernhaus Biestow, wo sich die Mitglieder des zwischen Neubukow und Rügen aktiven Regionalverbands Nordost regelmäßig treffen.
Während solcher öffentlichen Gesprächsrunden diskutieren die Mitglieder unter anderem über die Durchführung des „Tages der Deutschen Sprache“ jeweils am zweiten Sonnabend im September, über die Verleihung von Preisen und Auszeichnungen sowie über öffentliche Vortragsveranstaltungen. In diesem Jahr sprach Rainer Pogarell vom IFB-Verlag Paderborn im evangelischen Gemeindehaus Biestow beispielsweise über „Sprache und Kirche“, während der Gründer und Vorsitzende des Vereins Deutsche Sprache, Prof. Walter Krämer aus Dortmund, im Kulturhistorischem Museum über „Die Sprache und das Geld“ referierte.

„Aufmerksam auf unsere ehrenamtliche Arbeit machten wir auch mit der Wanderausstellung Gezielte Streifschüsse, die während ihrer Präsentation in Rostock in der Societät maritim mit je fünf zusätzlichen Karikaturen der Rostocker Künstler Feliks Büttner und Peter Rommel ergänzt worden ist“, sagt Dieter Rasch. Er setzt sich mit Begeisterung für die deutsche Sprache als eigenständige Kultursprache ein, hält selbst Vorträge und ist Autor zahlreicher mathematischer Bücher. „Sich für den Schutz und die Entwicklung unserer Sprache stark zu machen, sich für die Vielfalt der europäischen Muttersprachen zu engagieren, das ist eine höchst interessante Aufgabe. Zumal mit Gleichgesinnten in unserer überparteilichen Bürgerbewegung“, findet Professor Rasch.















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