Warnemünde : Kita-Neubau im Ostseebad

Mit den ersten Entwurfsplanungen für die neue Kindertagesstätte sind Kathleen Lührs (l.), Frank Scherer und Sylke Fitze zum künftigen Standort an der Friedrich-Barnewitz-Straße gekommen, um schon mal den Ort des künftigen Geschehens in Augenschein zu nehmen.
Mit den ersten Entwurfsplanungen für die neue Kindertagesstätte sind Kathleen Lührs (l.), Frank Scherer und Sylke Fitze zum künftigen Standort an der Friedrich-Barnewitz-Straße gekommen, um schon mal den Ort des künftigen Geschehens in Augenschein zu nehmen.

Auf 4000 Quadratmetern in der Barnewitz-Straße

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01. November 2017, 12:00 Uhr

Eine neue Kindertagesstätte entsteht in Warnemünde. Auf einer freien, rund 4000 Quadratmeter großen Fläche in der Friedrich-Barnewitz-Straße, die als Fußballplatz genutzt und danach in ein B-Plangebiet umgewandelt worden ist, soll 2019 der Baustart erfolgen. Bauherr des rund 3,4 Millionen Euro teuren Gebäudes ist der Kommunale Eigenbetrieb für Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock (KOE), der dieses nach Fertigstellung in die Hände der Volkssolidarität, Kreisverband Rostock-Stadt e. V., zur Nutzung übergeben wird.

„Wir freuen uns über diesen modernen Neubau, der die alte, von uns seit vielen Jahren als Kita genutzte Villa in der Parkstraße vielleicht schon ab 2020 ersetzt. In der Friedrich-Barnewitz-Straße in unmittelbarer Nachbarschaft einer Kleingartenanlage und des Technologiezentrums werden wir dann mehr als doppelt so viele Mädchen und Jungen, nämlich 54 Krippen- und 114 Kindergartenkinder, entsprechend den Vorgaben des Jugendamtes betreuen können“, sagt Dr. Frank Scherer. Damit, so der Geschäftsführer der Rostocker Volkssolidarität, reagiere man auf die große Nachfrage vieler Eltern nach einer Kinderbetreuung im Ost-seebad.

Geplant ist, so KOE-Pressesprecherin Josefine Rosse, den Neubau in Holzbauweise zu errichten. Diese Leichtbauvariante soll den wenig tragfähigen Boden vor übermäßiger Gewichtsbelastung schützen. „Die von uns beauftragten Planer von b3 architekten + ingenieure sehen in ihrem Entwurf einen eingeschossigen Bau vor, der sich in drei kleinere Baukörper aufteilt, die vermutlich u-förmig angeordnet werden. Dies ermöglicht eine Nutzungstrennung: So soll im nördlichen Baukörper der Krippenbereich Platz finden und im südlichen der Kindergartenbereich. Im mittleren, beide Teile verbindenden Baukörper, finden vor allem Aufenthaltsräume für Kinder Platz“, erklärt Rosse.

„Es wird eine tolle Einrichtung für unsere Jüngsten“, sagt Kathleen Lührs. Wie die Bereichsleiterin für Kitas und Horte der Volkssolidarität informiert, erhält jede Kindergartengruppe ihren Raum, derweil die Gruppen der Krippenkinder über je zwei Räume verfügen. Darüber hinaus sind ein Restaurant zum gemeinsamen Essen, eine kleine Küche, wo die Lütten unter Anleitung mal backen oder kochen können, eine Sauna, eine kindgerechte Werkstatt und sogar ein Atelier vorgesehen. „Viele unserer Wünsche sind in die Planungen mit eingeflossen. Es gibt ein gutes Miteinander mit dem KOE“, sagt Kathleen Lührs.

Vorfreude, aber auch ein wenig Traurigkeit herrscht in der Kita Strandmuschel in der Parkstraße. „Die aus dem Jahr 1908 stammende, strandnahe Villa, die eine wechselvolle Geschichte hat, seit 1958 und damit fast 60 Jahre als Kindereinrichtung genutzt wird, hat schon ihren besonderen Charme. Fakt ist aber auch, dass wir im Neubau mehr Kinder unter deutlich besseren Bedingungen in hellen, funktionalen Räumen betreuen können. Und für die Kolleginnen wird die Arbeit leichter“, sagt die Strandmuschel-Leiterin Sylke Fitze auch mit Blick auf die vielen Treppen in dem mehr als 100 Jahre alten Haus.

Auch wenn der Ostseestrand künftig einige Meter weiter entfernt ist, er soll neben der zum Neubau gehörenden großzügigen Freifläche auch weiterhin von den Lütten regelmäßig genutzt werden.

Etwa verdoppeln wird sich mit der deutlich höheren Anzahl der Kinder, die vorwiegend aus Warnemünde, Diedrichshagen sowie den angrenzenden Rostocker Neubaugebieten kommen, auch das jetzt elfköpfige Erzieher-Team. „Warnemünde ist auch für Arbeitnehmer ein attraktiver Standort. Schon jetzt gibt es erste Anfragen für einen Arbeitsplatz in unserer künftigen Einrichtung“, sagt Frank Scherer.






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