Kommt eine Umgehung für die B 105?

Hans-Peter Stuhr (parteilos) Bürgermeister von Bargeshagen
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Hans-Peter Stuhr (parteilos) Bürgermeister von Bargeshagen

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10. Juli 2013, 09:29 Uhr

Sievershagen/Bargeshagen | Gibt es bald eine Umgehungsstraße für die B 105 zwischen Sievershagen und Bargeshagen? Fast 23 000 Autos und rund 900 Lkw rollen täglich zwischen Rostock und Bad Doberan auf der Bundesstraße. "Außerdem kommt es zu den Stoßzeiten auf dieser Strecke immer zu Stau", sagt Ronald Normann, Leiter des Straßenbauamts in Güstrow. Aus seiner Behörde stammt deshalb der Vorschlag für eine Ortsumgehung, der nun im Schweriner Verkehrsministerium geprüft wird. "Wir haben es damals nicht hinbekommen, die B 105 in jede Richtung zweispurig auszubauen", so Normann.

Ziel des Vorschlags sei es deshalb, die Straße leistungsfähiger zu machen, die Verkehrssituation zu verflüssigen und außerdem die Anwohner der Bundesstraße in Sievershagen und Bargeshagen zu entlasten. Normanns Behörde geht von einer sechs Kilometer langen Trasse aus und schätzt die Kosten auf drei Millionen Euro pro Kilometer. Konkrete Angaben, wo die Umgehung langführen könnte, macht der Amtsleiter aber nicht. "Wir wollen erst einmal die Akzeptanz vor Ort prüfen, um zu wissen, ob dieser Vorschlag überhaupt gewollt ist", so Normann. Erst dann werde darüber nachgedacht, die Maßnahme für den neuen Bundesverkehrswegeplan vorzuschlagen, der voraussichtlich 2015 beschlossen werden soll. Nicht alle sind aber von der Idee begeistert. "Die Bargeshäger Anwohner kennen die Situation über Jahrzehnte, da gab es kaum Beschwerden", sagt Bürgermeister Hans-Peter Stuhr (parteilos). So schön es auch sei, wenn es eine Entlastung der Anwohner gebe: "Ich sehe aber auch die negativen Seiten", sagt Stuhr. "Wir haben im Ort viele Gewerbetreibende, die von der aktuellen Situation profitieren und für die es nicht so gut wäre, wenn der Durchgangsverkehr wegfällt."

Sein Amtskollege Gerhard Matthies (CDU) aus Lambrechtshagen will zuerst die Meinung der Bürger hören und lädt am 25. Juli um 18 Uhr zu einer Einwohnerversammlung ins Gemeindezentrum ein. "Wie sonst sollte die Gemeindevertretung das abwägen, wenn sie nicht die Meinung der Menschen kennt", sagt er. Eine Entlastung der Sievershäger könne er nur begrüßen. "Schließlich sind die Anwohner auch von den Emissionswerten her stark belastet", so Matthies. Allerdings müsse eine alternative Umleitung sorgfältig abgewogen werden.

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