Betreutes Wohnen in Bad Doberan : Weitere Bewohner und Personal mit Covid19 infiziert

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Bereits zuvor wurde bei einem Bewohner das Coronavirus festgestellt.

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02. April 2020, 20:06 Uhr

Bad Doberan | In einem Betreuten Wohnen in Bad Doberan sind drei weitere Bewohner positiv auf Covid19 getestet worden. Das teilte der Sprecher des Landkreises Rostock, Michael Fengler, am Donnerstagabend mit. Eine der Neuinfizierten werde zwischenzeitlich in einer Klinik behandelt. Zwei Pflegekräfte sind ebenfalls infiziert, so Fengler. Bereits am Dienstag war ein hochbetagter Bewohner positiv getestet worden. Die Neuinfektionen wurden im Rahmen der daraufhin erfolgten Testung aller Bewohner festgestellt.

"Wir haben mit unserem Gesundheitsamt sofort alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um den Ausbruch einzudämmen", erklärte Landrat Sebastian Constien (SPD) am Donnerstag. Zwei der infizierten Bewohner seien in einen anderen, gesonderten Gebäudeteil verlegt und dort isoliert worden. Die Pflegekräfte betreuen diese dort unter Vollschutz mit Maske, Handschuhen, Schutzkittel und Schutzbrille.

Räumliche Trennung zwischen Bewohnern

Der Zugang zu dem Gebäudeteil und die Betreuung sind getrennt vom Rest des Hauses, erklärt der Sprecher. Sollten weitere Infektionen festgestellt werden, können die Betroffenen dort ebenfalls versorgt werden. Die dritte Neuinfizierte wird zwischenzeitlich in einer Klinik behandelt.

"Die Pflege und weitere Versorgung der elf bislang gesunden Bewohner erfolgt räumlich und personell strikt getrennt von den positiv Getesteten, das Pflegepersonal begegnet sich nicht", erläuterte Dr. Kristin von der Oelsnitz, Leiterin des Gesundheitsamtes des Landkreises Rostock. Die Bewohner bleiben in ihren Zimmern isoliert und werden dort betreut.

Symptomtagebuch muss geführt werden

Für die zwei infizierten Betreuer ist häusliche Quarantäne angeordnet, die Ermittlung von Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt laufe. Weiteres Pflegepersonal, das als Kontaktperson identifiziert wird, werde entsprechend der Richtlinien des Robert-Koch-Instituts ebenfalls isoliert, teil der Landkreis mit. Die Isolierten müssten zudem ein Symptomtagebuch führen und zweimal täglich die Körpertemperatur messen.

Alle Bewohner und Betreuer werden am Freitag und am kommenden Montag erneut getestet.

Erster Todesfall im Landkreis

Am Donnerstag ist im Landkreis Rostock zudem der erste Corona-Todesfall bekanntgeworden. Ein 86 Jahre alter Mann starb im Krankenhaus. Er war bereits zuvor schwer krank.

Angesichts des Todesfalls und der Neuinfektionen fordert Constien erneut dazu auf, die Kontaktsperre einzuhalten: "Kontakte zu vermeiden, ist derzeit die höchste Form der Mitmenschlichkeit und der Solidarität. Auch wenn die Kontaktreduzierungen uns schwer belasten, dieser Verzicht schützt jedoch uns Alle und jeden Einzelnen. Der Schutz der Gesundheit muss weiter für uns alle im Vordergrund stehen."

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