Rostock : Migranten wählen ihr Gremium

Sind gut auf die Wahl des Migrantenrates vorbereitet: Wahlleiter Hans-Joachim Engster (links) und Dr. Rubén Cárdenas, Geschäftsführer des kommunalen Gremiums, das Rostocker mit ausländischen Wurzeln in das gesellschaftliche und politische Leben einbindet.
Sind gut auf die Wahl des Migrantenrates vorbereitet: Wahlleiter Hans-Joachim Engster (links) und Dr. Rubén Cárdenas, Geschäftsführer des kommunalen Gremiums, das Rostocker mit ausländischen Wurzeln in das gesellschaftliche und politische Leben einbindet.

Am kommenden Sonntag kann jeder Wahlberechtigte seine Stimme abgeben.

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01. Juni 2015, 11:45 Uhr

Der kommende Sonntag ist für die etwa 7300 Migranten in Rostock ein wichtiger Termin: Sie können von 10 bis 17 Uhr ihre Stimme für die Wahl des Migrantenrates der Hansestadt abgeben. In den drei Wahllokalen wird es dabei sehr bunt zugehen, denn im Wählerverzeichnis sind mehr als 130 Staatsangehörigkeiten aufgeführt. Die Mehrheit bilden dabei Rostocker mit der russischen, ukrainischen, vietnamesischen oder polnischen Staatsbürgerschaft. Der Migrantenrat hat es sich zur Aufgabe gemacht, sie alle stärker in das politische und gesellschaftliche Leben der Region einzubinden. Das kommunale Gremium ist auch über das Netzwerk Migranet MV aktiv, das sich unter anderem für die Bildung von Interessenvertretungen einsetzt.

„Jeder Wahlberechtigte darf insgesamt drei Stimmen vergeben, die entweder auf einen Kandidaten fallen oder auf verschiedene Bewerber verteilt werden können“, erklärt Stadtsprecher Ulrich Kunze. Es sei aber auch möglich, nur eine Stimme zu vergeben. Lediglich das Verteilen von mehr als drei Stimmen führe dazu, dass ein Wahlzettel als ungültig gewertet wird. Insgesamt 25 Wahlhelfer werden am Sonntag im Einsatz sein, die meisten von ihnen sind selbst Wahlberechtigte. Unterstützung bekommen sie dabei von den Mitarbeitern der Stadtverwaltung. „Das ist in der Verordnung für die Wahl des Migrantenrates festgeschrieben“, sagt Kunze.

Wer seine Stimme abgeben möchte, ist dazu aufgefordert, die Wahlbenachrichtigung mitzubringen, da sie die Suche im Wählerverzeichnis erleichtere. „Der Wahlvorstand hat aber auch das Recht, sich den Ausweis des Wählers zeigen zu lassen“, so der Stadtsprecher. Nach der Auszählung der Stimmen werden am Sonntag zunächst die vorläufigen Ergebnisse bekannt gegeben. Das amtliche Resultat stellt der Wahlausschuss in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 9. Juni offiziell fest.

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