Amt Rostocker Heide : Mitarbeiter werden Umzugshelfer

Akten, die vorher ausgelagert waren, finden nun Platz im neuen Archiv. Manuela Salzwedel (l.) und Britta Winter (r.) helfen dabei, alles aus den Umzugskisten aus- und gleich in die Regale einzuäumen.  Fotos: Antje Kindler
1 von 3
Akten, die vorher ausgelagert waren, finden nun Platz im neuen Archiv. Manuela Salzwedel (l.) und Britta Winter (r.) helfen dabei, alles aus den Umzugskisten aus- und gleich in die Regale einzuäumen. Fotos: Antje Kindler

Amt Rostocker Heide bezieht 3,5 Millionen Euro teuren Neubau. Ende der Woche soll alles fertig sein. Tag der offenen Tür wird am 18. Oktober angeboten.

nnn.de von
11. Oktober 2018, 08:00 Uhr

Noch stehen unzählige blaue Kisten und Kartons in den Fluren herum. Immer wieder kommen neue hinzu, die die Mitarbeiter auf Sackkarren zum Archiv fahren, während Handwerker letzte Arbeiten im Haus erledigen. Britta Winter, Manuela Salzwedel und die anderen haben alle Hände voll damit zutun, die Akten aus den Kisten in die neuen Regale zu sortieren.

So wie die beiden sind fast alle Mitarbeiter des Amtes Rostocker Heide derzeit eifrig und mit viel Engagement dabei, den Umzug in das neue Amtsgebäude zu stemmen – und das ohne die Hilfe eines Umzugsunternehmens. „Diese Motivation ist schön“, lobt Elke Kleemann den Einsatz der Mitarbeiter. Die Leiterin Zentrale Dienste hat für den Umzug vom alten ins neue Gebäude die Koordination übernommen, das direkt nebenan in der Eichenallee 20a entstanden ist. Bis Ende der Woche soll dann alles geschafft sein, sodass die Mitarbeiter ab Montag von ihren neuen Büros aus arbeiten können.

Mit dem Neubau haben die Gemeinden Bentwisch, Blankenhagen, Gelbensande, Mönchhagen und Rövershagen einen neuen modernen Amtssitz erhalten, der zudem bereits über einen Glasfaseranschluss für schnelles Internet verfügt. „Wir haben jetzt bessere Arbeitsbedingungen“, nennt Amtsvorsteher Bodo Kaatz nur einen Vorteil des zweigeschossigen Baus. „Deswegen haben wir es auch gemacht.“ So ist das Haus, das neben den Büros über Material- und Aufenthaltsräume verfügt, jetzt komplett barrierefrei. „Auch der neue Trauraum“, so Kaatz, der sich durch die verbesserten Arbeitsbedingungen zudem einen Vorteil bei der Gewinnung von Fachkräften erhofft.

Umzug des Amtes Rostocker Heide fordert auch alle Mitarbeiter

Deutlich besser stellt sich auch die Situation im Sanitärbereich dar. „Vorher hatten wir nur zwei Toiletten für Besucher und Mitarbeiter“, sagt Kleemann. Zudem gibt es jetzt mehr Parkplätze und der Amtssitz verfügt in den neuen Räumlichkeiten über ein eigenes Archiv. „Das war vorher ausgelagert“, erklärt die Leiterin Zentrale Dienste. Gestern waren alle Mitarbeiter dabei, die Akten, die vorher in einer Drei-Raum-Wohnung sowie im Spitzboden des alten Amtsgebäudes gelagert wurden, in Kästen zu packen, um diese über eine schmale Treppe quasi Hand in Hand ins neue Archiv zu tragen.

Damit alles pünktlich fertig eingerichtet ist, wurde bereits am Freitag mit dem Umzug gestartet. „Eigentlich sollte an dem Tag nur die Technik rüber gebracht werden. Und am Sonnabend waren auch 16 Mitarbeiter samt Familienanhang hier, um zu helfen“, sagt Elke Kleemann. „Wir sind zwar alle kaputt, aber glücklich.“ Die Kosten für den Amtsneubau, an dem etwa 20 Firmen beteiligt waren, schlagen mit 3,5 Millionen Euro zu Buche. „Das war eine kluge Investition in die Zukunft“, ist sich Kaatz sicher.

Am 18. Oktober können sich die Bürger selbst einen Eindruck vom Neubau machen. Dieser kann von 16 bis 19 Uhr beim Tag der offenen Tür erkundet werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen