Rostock : Neptun-Werft baut auf Innovation

In das Maschinenraum-Modul setzen Arbeiter der Neptun-Werft den 28 Meter langen und 200 Tonnen schweren Tank für Flüssigerdgas ein.
In das Maschinenraum-Modul setzen Arbeiter der Neptun-Werft den 28 Meter langen und 200 Tonnen schweren Tank für Flüssigerdgas ein.

Mit Herstellung einer auf Flüssiggas basierenden Antriebstechnik (LNG) wird die Kreuzschifffahrt umweltfreundlich gestaltet

nnn.de von
17. März 2018, 08:00 Uhr

Das neueste Kreuzfahrtschiff der italienischen Costa Flotte „Costa Smeralda“ wird mit umweltfreundlichem Flüssigerdgas betrieben. Auf der Neptun- Werft wurde gestern der erste von drei Flüssigerdgastanks in ein schwimmendes Maschinenraum-Modul eingesetzt. Der Neubau der Reederei ist das zweite Kreuzfahrtschiff der Bauserie, das mit Flüssigerdgas betrieben werden kann.

Durch die Nutzung von flüssigem Erdgas statt Schiffsdiesel werde die Stickoxidbelastung erheblich reduziert. Der Ausstoß von Feinstaub gehe gegen Null, sagt Projektleiter Matthias Kopitzki. Damit wird nicht nur die Kreuzschifffahrt revolutioniert, sondern auch der Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern gestärkt. „Wir haben eine sehr gute Auftragslage, sodass wir gerade eine zweite Halle bauen“, erklärt Kopitzki. Sowohl die Motoren von der Firma Caterpillar, die Maschinenraum-Module als auch die LNG-Tanks werden in Warnemünde produziert. Die drei Erdgastanks der „Costa Smeralda“ fassen zirka 3500 Kubikmeter und damit könne das Schiff laut des Projektmanagers um die zwei Wochen unterwegs sein. In einigen Tagen werden die anderen Tanks sowie die vier Motoren in das Modul eingesetzt und zur Meyer Werft Papenburg überführt.

Die „Costa Smeralda“ soll nach Angaben der Reederei im Oktober 2019 in den Dienst gehen und mit 17 Passagierdecks das größte Schiff der Costa Crociere sein. Mehr als 6000 Passagiere finden an Bord Platz. Die auch noch im Bau befindliche „Aidanova“ wird ebenfalls mit der LNG-Technologie ausgestattet sein. Voraussichtlich im Herbst wird das Schiff in See stechen.

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