Jugend forscht : Per Sprachanalyse zum Erfolg

Junge Forscherinnen: Für ihr Projekt „Sprachanalyse – ein Wegbereiter für die berufliche Zukunft?“ erhalten Hanna Meinhardt und Malin Kotyra den ersten Preis im Fachbereich Arbeitswelt.
Junge Forscherinnen: Für ihr Projekt „Sprachanalyse – ein Wegbereiter für die berufliche Zukunft?“ erhalten Hanna Meinhardt und Malin Kotyra den ersten Preis im Fachbereich Arbeitswelt.

Beste Nachwuchswissenschaftler aus MV ausgezeichnet. Gewinner reisen im Mai zum Bundesfinale in Paderborn.

nnn.de von
17. März 2016, 12:00 Uhr

Luftschiffe, winkende Glückskatzen, Roboter, Wellen, Schwingungen und Schneckenschleim – die Themen, an denen die Teilnehmer des Landeswettbewerbs Jugend forscht sich ausprobieren und diese gekonnt hinterfragen, könnten unterschiedlicher nicht sein. 68 Nachwuchsforscher im Alter von 10 bis 21 Jahren haben sich in diesem Jahr mit 37 Projekten in den verschiedenen Kategorien am Wettbewerb beteiligt. Die 34 Jungen und 34 Mädchen haben zwei Tage lang ihre Arbeiten ausgestellt, sie Besuchern gezeigt und Zusammenhänge erläutert.

Jetzt stehen die Gewinner fest: Im Fachbereich Arbeitswelt geht der 1. Preis an Hanna Meinhardt vom Rostocker Käthe-Kollwitz-Gymnasium und Malin Kotyra vom Schweriner Goethe-Gymnasium. Gemeinsam haben die beiden Jungforscherinnen den Nutzen des Einsatzes des Computerprogramms „Precire“ im Schulbereich untersucht. „Die Software analysiert den Charakter und das Befinden eines Menschen anhand der Sprache“, erklärt die 17-jährige Rostockerin Hanna. „Wir haben in verschiedenen Bildungseinrichtungen nachgefragt – bei Lehrern, Schülern, der Universität, bei Psychologen, Sozialarbeitern und im Ministerium – ob der Einsatz der Software vor der Entstehung von Problemen wie Burn-out und fehlenden Berufsperspektiven schützen kann“, sagt die 18-jährige Malin. Anhand der Analyse könne man auf psychische Probleme schließen: „Wer beispielsweise viele Negationen verwendet, dem geht es nicht besonders gut. Wer häufig in der man-Form spricht, hat wenig Selbstbewusstsein“, so die Schülerin.

Gemeinsam mit den anderen Erstplatzierten bekommen die Mädchen im Mai die Chance, sich im Bundesfinale in Paderborn weiter durchzusetzen.

Die Landessieger

Jugend forscht:

• Arbeitswelt: „Sprachanalyse – ein Wegbereiter für die berufliche Zukunft?“ Hanna Meinhardt (Musikgymnasium Käthe Kollwitz) und Malin Kotyra (Goethe-Gymnasium Schwerin)
• Chemie: „Bildung von Benzol aus Natriumbenzoat in Lebensmitteln“ Jan Rosenboom (Uni Rostock) • Geo- und Raumwissenschaften: „Eigenschwingungen der Warnow“ David Knott, Julian Landgraf und Felix Weindok (alle Käthe Kollwitz) • Physik: „Spannungsoptik in der Medizin“ Vincent Stirnweiß, Arne Röhner und Fabian Collin (Innerstädtisches Gymnasium, ISG) • Technik: „DynamicH – Automatisierung von Konferenzräumen“ Wolfgang Böttcher (Gymnasium Reutershagen) • Interdisziplinäre Arbeit „Berechnung von Masse-Radius-Relationen und Modellierung des inneren Aufbaus erdähnlicher Exoplaneten“ Tuan Tung Nguyen (ISG)

Schüler experimentieren:

• Biologie: „Baumbestimmungen im Winter auf dem Schulgelände“ Felix Pakulat und Nicole Jenderny (Gymnasium Sanitz) • Chemie: „Die grüne Power aus dem Dorfteich – Wasserlinsen und ihr Potenzial“ Bjarne Bollmann (Borwinschule) • Geo- und Raumwissenschaften: „Fischland-Darß-Zingst“ Adrian Doß (Christophorusschule) • Physik: „Untersuchung gekoppelter Oszillatoren“ Susann Janetzki (Gymnasium Lübz) • Technik: „Luftschiff“ Christoph Schüler, Theodor Schünzel, Tobias Höfs (Wossidlo-Gymnasium Waren)

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