Kultur in Rostock : Philharmonie ist Thema im Petitionsausschuss

Übergabe: Die 14 125 Unterschriften überreichte der Vorsitzende der Philharmonischen Gesellschaft Rostock, Thomas Diestel (r.), am 4. Mai an Manfred Dachner.
Übergabe: Die 14 125 Unterschriften überreichte der Vorsitzende der Philharmonischen Gesellschaft Rostock, Thomas Diestel (r.), am 4. Mai an Manfred Dachner.

Öffentliche Beratung zum geplantem Stellenabbau im Orchester am 24. Mai.

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18. Mai 2018, 05:00 Uhr

Die Norddeutsche Philharmonie Rostock kämpft um ihren Erhalt. Am 24. Mai tagt nun der Petitionsausschuss zu diesem Thema – öffentlich im Plenarsaal des Landtages Mecklenburg-Vorpommern. Beginn ist 13 Uhr.

Anlass ist eine Petition der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e. V., die sich gegen den geplanten Stellenabbau im Orchester wendet und eine Erhöhung der Zuschüsse von Land und Stadt für das Volkstheater Rostock und damit für die Philharmonie fordert. Der Förderverein hatte zuvor auf der Onlineplattform openPetition sowie durch herkömmliche Unterschriftensammlungen insgesamt mehr als 14 200 Unterstützer für sein Anliegen gewinnen können, davon allein 7800 Rostocker. „Ich freue mich, dass der Ausschuss einstimmig beschlossen hat, für diese Beratung die Öffentlichkeit zuzulassen und auch die Petenten anzuhören“, so Manfred Dachner, Vorsitzender des Petitionsausschusses.

Hintergrund dieser Petition ist die laut Konzept des Volkstheaters Rostock geplante Kürzung der Norddeutschen Philharmonie von 73 auf 59 Musikerstellen. Dem Stellenabbau liegt die zwischen dem Land und der Stadt Rostock abgeschlossene Zielvereinbarung zugrunde, wonach die Struktur des Theaterbetriebes an den vorhandenen finanziellen Rahmen angepasst werden soll. Hier liegt nach Ansicht der Petenten das Problem, da in der Zielvereinbarung sowohl die Förderung des Landes als auch die Mittel der Hansestadt unter Androhung von Finanzkürzungen begrenzt werden. Deshalb fordern sie eine Änderung der Zielvereinbarung und im Allgemeinen eine Dynamisierung der Theaterzuschüsse des Landes, die seit 1996 unverändert geblieben sind.

Das Land wiederum verweist auf die Entscheidung der Stadt Rostock, von einer Fusion mit dem Schweriner Staatstheater abzusehen und den Theaterbetrieb unter den in der Zielvereinbarung festgelegten Maßgaben eigenständig fortzusetzen.


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