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Rostock Nach dem Hansetag ist vor der Sail

Von Katrin Zimmer | 26.06.2018, 12:00 Uhr

Gäste reisen zufrieden ab. Plan für nächstes Fest steht bereits.

Ein paar Konfettireste auf den Stufen vor dem Rathaus erinnern noch an den 800. Geburtstag. Doch während die letzten Aussteller ihre weißen Pagodenzelte abbauen, wird klar: Die Party ist vorbei, jetzt wird aufgeräumt. Veranstalter und Gäste sind glücklich mit dem 38. Internationalen Hansetag in Rostock.

„Wir sind seit Dienstag hier gewesen und ich bin sehr zufrieden“, sagt Riesenradbetreiber Thomas Holtz. Es habe den Gästen gefallen, dass sie gratis mitfahren durften. „Auch der Pass war eine gute Idee. Den wollten die Leute unbedingt vollkriegen und haben alle Plätze besucht“, sagt der Schausteller aus Grimmen. Von Freitag bis Sonntag seien mit dem Rad am Kröpeliner Tor 10 000 Menschen gefahren. „Es war alles sehr gut durchorganisiert und durchdacht“, sagt Holtz, der Feste wie die Hafentage in Stralsund organisiert. Nach Rostock komme er zum Weihnachtsmarkt wieder, wo er die Bauernschenke an der Fischerbastion betreibe – wie vor ihm sein Vater und künftig sein Sohn.

Die Crew der „Kamper Kogge“ wird erst Dienstag wieder in die Niederländische Heimat aufbrechen. Fazit der Vorjahresgastgeber: „Es war sehr gemütlich“, so Harry Post. Viele Menschen hätten sie an Bord besucht, allein am Sonntag 2000. „Viele konnten nicht glauben, dass wir mit dem Schiff auf offener See fahren“, so der Niederländer. Die Crew hätte sich mit den Landgängen abgewechselt, um etwas von der Stadt zu sehen – „und Bratwurst zu essen“, lacht Post.

„Wir atmen jetzt erst mal kurz durch“, sagt Holger Bellgardt, Chef-Organisator des Hansetags. Viel Zeit bleibt dem zwölfköpfigen Team aber nicht, denn in sechs Wochen startet die 28. Hanse Sail, zu der wie in den Vorjahren eine Million Besucher erwartet wird. Der erfahrene Veranstaltungsmanager beruhigt: „Die Hanse Sail haben wir natürlich parallel mit vorbereitet.“ Im Rückblick auf den Hansetag betont er: „Wir haben ein anspruchsvolles Konzept vorbereitet und Bausteine eingefügt, die das Statut der Hanse nicht vorgibt, wie das Projekt Youth Hanse, aber auch die sieben Riesenräder und den Ümgang.“ Sein Fazit: „Das war Gänsehaut, was da auf den Märkten passiert ist.“