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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 03:00 Uhr

Sanierung : Rostock investiert in seine Brücken

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sorgenkinder sind noch die Bauwerke Rennbahnallee und Schmarler Damm. In diesem Jahr fließen 3,6 Millionen Euro

von
erstellt am 01.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Mit der Vorpommernbrücke, Schleusenbrücke am Mühlendamm und Bahnhofsbrücke in Warnemünde sind Rostocks größte Straßen-Problemfälle bereits vollständig saniert. Auf dem Zettel hat Heiko Tiburtius, Chef des Amtes für Verkehrsanlagen, nun vor allem noch zwei Sorgenkinder: die Rennbahnbrücke und die Brücke im Verlauf des Schmarler Damms. Erstere wird abgerissen und neu gebaut, für letztere wird das noch geprüft.

„Wir haben den Investitionsstau aus den schwierigen Haushaltsjahren aufgearbeitet“, sagt Tiburtius. Allein in diesem Jahr investiert die Stadt rund 3,6 Millionen Euro in Instandhaltung, Sanierung und Erneuerung ihrer insgesamt 191 Teilbauwerke. Zu diesen gehören neben den 56 Straßen- und 40 Fußgängerbrücken beispielsweise auch Tunnel, Lärmschutz- und Stützwände. Um Ausfälle zu vermeiden und das aktuelle Niveau zu halten, seien pro Jahr allerdings mindestens fünf bis sieben Millionen Euro nötig.

Teure Überraschungen sind dabei nicht ausgeschlossen: „Wir haben exorbitant viel investiert in Brücken und Co. – wie bei der Hundertmännerbrücke oder in der Tessiner Straße“, so Tiburtius. Das liege zum einen an der hohen Auslastung der Unternehmen: „Die Firmen sind voll mit Aufträgen.“ Zum anderen können die Experten das wahre Ausmaß der Schäden häufig erst während der Bauarbeiten feststellen. So wie bei der Teilsanierung der Petribrücke, die sich dadurch verlängert hatte. Ihr Straßenbahn-Abschnitt soll voraussichtlich im nächsten Jahr instandgesetzt werden, Fußgänger und Radfahrer können bereits wieder frei fahren beziehungsweise laufen.

Die Brücke zählt zu den acht gelisteten Bauwerken mit einer schlechten Zustandsnote. Das gilt auch für die Brücken in der Warnowallee und in der Tessiner Straße, die derzeit saniert beziehungsweise neu gebaut werden. Noch unklar sind aktuell lediglich die Zukunft einer maroden Lärmschutzwand an der Langenorter Hufe sowie einer Holzbrücke über einen Graben in Riekdahl. Langfristig verhindern ließen sich die schlechten Zustandsnoten mit ihren schwerwiegenden Folgen bis zum Abriss nur durch die Investition in regelmäßige Wartungsarbeiten. Dann müsse man die Bauwerke nur noch pflegen, so der Amtsleiter.

Er verfügt derzeit über drei Mitarbeiter im Bereich Brückenbau. Eine weitere Stelle ist beantragt. Denn schon jetzt ist absehbar, dass sie mehr Arbeit zu tun bekommen – rund 30 Bauwerke haben ihre planmäßige Lebensdauer von 60 Jahren entweder fast erreicht oder bereits überschritten.

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